AlexanderR -
15.05.07 23:58
Lutz Herkner (Die Zeit) mit einem sehr guten Artikel zu den ungelösten technischen Herausforderungen, den Traum Schäubles von der Onlinedurchsuchung in die Tat umzusetzen. Anders als beim "Trojanischen Pferd", das der Sage nach auf eine List von Odysseus hin von den Trojanern bereitwillig ins Innere der Stadtmauern verbracht wurde, weil die Trojaner es für ein Geschenk hielten, hat Schäubles Bundestrojaner ein paar schwierigere technische Hürden zu nehmen. Denn schließlich gilt in diesem Fall: "Quidquid id est, timeo Schäuble et dona ferentem".
- An Schäuble, der Möchtegern-Odysseus Twitter senden
- Mit Schäuble, der Möchtegern-Odysseus Facebook empfehlen

An die Humanisten hier: Bitte nicht schlagen, wenn "ferentem" nicht stimmen sollte, aber ich hatte nur drei Jahre Latein, glaube mich aber vage zu erinnern, dass man hier Partizip Präsens Aktiv als Akkusativ Singular setzen muß. Oder nicht?
An alle anderen, die ihre Versetzung glücklicherweise nicht wie ich mit Latein gefährden mußten, hier die Übersetzung: "Was immer ea auch ist, ich fürchte Schäuble - und wenn er Geschenke bringen sollte." Den Satz soll der Priester Laokoon nach Vergil als Warnung vor dem Trojanischen Pferd ausgesprochen haben. Damals warnte Laokoon zwar vor den Griechen, heute würde er aber vor Schäuble warnen, da bin ich mir ganz sicher.
Es ist allerdings ein Trugschluss zu glauben der Bundestrojaner sei nicht möglich umzusetzen. Etliche Fachleute haben schon mögliche Szenarien vorgezeichnet. Wer sich in dieser trügersichen Sicherheit wiegt ist ein Tor, selbst wenn für die ZEIT schreibt.
Unmöglich ist es sicher nicht, aber es ist nicht ganz so trivial, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte.