Zaphod -
22.06.07 17:32
Das gleich vorweg: Den folgenden Tipp habe ich irgendwo aus dem Internet, das scheinbar doch nicht ausschließlich for porn ist. Ich habe aber keinen Dunst mehr, wo ich ihn aufgeschnappt habe ucn bin viel zu faul zum suchen, also lasse ich den Link weg. Einfach so.
Eine kurze Problembeschreibung: Mein Pfeilschnelles neues Notebook (Dell Precision M65, Core2 Duo 2GHz) hat beim booten von Ubuntu 7.04 Langsamkeitsrekorde aufgestellt, und ich konnte mir nicht erklären, wieso. OK, ich hatte schon irgendwie sie Vermutung, dass es mit dem Netzwerk zusammenhängen könnte, aber das hat mir dann auch nicht geholfen. Kenne ich mich mit Linux richtig aus? Bin ich etwa Kommunist? Besame ich nachts Pinguine? Nein! Also weiß ich auch nicht, wie man so eine Scheiße in den Griff kriegt. Zumindest wusste ich es bis heute Mittag nicht, jetzt schon. Und irgendwie habe ich gerade auch Lust auf einen Pinguin. Aber nur, falls er Mitglied der KP ist.
Die Sache ist nämlich die: Wenn man so ein Ubuntu installiert, richtet das erstmal ca. 1000 Netzwerkinterfaces ein, um genau zu sein 6. Bis auf das Loopback-Dings stehen die alle schön auf DHCP, und das, meine Freunde, sorgt für Wartezeit im Sinne von "Wie, kein DHCP fürs WLAN, weil es noch gar nicht verbunden ist? Och, das probiere ich einfach gleich nochmal...". Kenner bezeichnen dies als "Guano" oder, einfacher ausgedrückt, "Pinguinscheiße".
Besonders pikant ist dabei, dass man den ganzen Rotz gar nicht braucht. Das WLAN-Dings von Gnome interessiert sich nämlich etwa so sehr für die Netzkonfiguration wie Linux selbst für's BIOS, so dass man den Schrott einfach wegfrickeln kann. Dafür rooteditiert man einfach die Datei "/etc/network/interfaces", die bei mir ursprünglich so aussah:
auto lo
iface lo inet loopback
auto eth0
iface eth0 inet dhcp
auto eth1
iface eth1 inet dhcp
auto eth2
iface eth2 inet dhcp
auto ath0
iface ath0 inet dhcp
auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
Nun greift man zum Hochdruckreiniger und spritzt den ganzen Schwimmvogelkot raus:
auto lo
iface lo inet loopback
auto eth0
iface eth0 inet dhcp
Abspeichern, Tux rebootig in den fetten Arsch treten, staunen: Statt 3 Minuten braucht meine Möhre jetzt noch 40 Sekunden von BIOS-Screen bis Login-Dings. Yippieayeee, Schweinebacke! Chuck Norris hätte es nicht besser gekonnt...
Achja - das sollte man nur dann so übernehmen, wenn "eth1" das WLAN-Dings ist. Das Kabelnetz vom DHCP zu trennen, halte ich nicht für so eine arg gute Idee.
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lol, du hast doch einen an der waffel
is aber ne gute idee, habs auch mal eingestellt.
Ich freue mich darauf wen die mal upstart richtig ausnutzen. Das wird fett.
Besame ich nachts Pinguine?
... und nicht nur nachts.
Gleich nem Kollegen verraten, der fand das auch gleich toll.
Ist schon irgendwie witzig. Ubuntu wird als einsteiger- und benutzerfreundliche Distri angepriesen. Das, was man an Zeit einspart, das Ding zum laufen zu bekommen, büßt man wieder ein, wenn man das laufende System so entschlackt, dass es ordentlich läuft
Und wenn du schon einmal im System dich versuchst, dann stelle auch die nicht benötigten Dienste ab.
sicher nicht schlecht Balast abzuwerfen - hab' die Zeilen auskommentiert und keine Sekunden gewonnen - aber es gäbe da noch nginit.. (hab's selbst nicht zum laufen gekriegt - soll aber Wunderdinge bewirken)
Naja, das hilft nur, wenn man dieses ganz fiese Problem hat, dass das WLAN ewig auf den DHCP wartet - ich rede hier von über einer Minute Stillstand ohne Plattenaktivität. Ich würde mir nicht mal die Mühe machen, einen Texteditor zu starten, wenn es nur um ein paar Sekunden ginge...
"Warum mein Ubuntu-Notebook heute dreimal so schnell bootet wie gestern"
Als, es heißt "ALS". </Klugscheiß Mode>
Sorry, aber das regt mich auf.
ja - mit den Netzwerkinterfaces das habe ich auch schon hinter mir...
ich werde jetzt bald mal den MySQL und Apache Server beim booten weglassen und den nur noch bei Bedarf starten...
Da kann ich mir dann auch gleich ein neues runlevel anlegen,
und das bringt mich dann direkt auf die konsole, dann brauche ich auch KDE oder icewm nur noch starten wenn ich ne GUI will.
meine Mails kann ich ja auch auf der Konsole eben nachsehn.
aber dafür muss ich mir noch ein paar Befehle als Script zusammenfassen damit mein Netzwerk funktioniert, egal ob ich zuhause bin oder wo anders ein Wlan benutze...
Das mit dem Wlan hat der Knetworkmanager bisher ganz gut gemacht,
aber auf der Konsole muss ich mich mal nach alternativen umschauen.
@sven:
Der Tipp mit chroot klingt interessant - werde ich mich auch mal mit beschäftigen.
Hast du dazu eine Anleitung die das erklärt?
@sm0k1nggnu
"Als" wäre korrekt bei der Formulierung "dreimal schneller als gestern", in der hier verwendeten Konstruktion ist "wie" völlig korrekt. Sagt auch meine Frau, und die hat das studiert.
@Sven
Du bist, mit Verlaub, ein Idiot.
Abspeichern, Tux rebootig in den fetten Arsch treten, staunen: Statt 3 Minuten braucht meine Möhre jetzt noch 40 Sekunden von BIOS-Screen bis Login-Dings. Yippieayeee, Schweinebacke! Chuck Norris hätte es nicht besser gekonnt...
Mit Verlaub, Chuck Norris fährt nen iMac Core Duo 2,33 Ghz, der bootet in unter 30 Sek.
Jetzt musste ich mich extra "einlogen" (also sm0k1nggnu, da kannst meckern) um hier zu posten.
Ich würde ja tendenziell eher
/etc/init.d/networking restart
statt reboot empfehlen. Funktioniert zumindest laut Theorie.
Jor, das hätte auf jeden Fall funktioniert. Ich wollte nur zu 100% sicher gehen, dass ihm nach den Änderungen an der Config nichts fehlt - und das weiß man dann ganz genau, wenn man mal neu startet.