KMR -
26.06.07 16:18
Ein Bericht fährt gegen die Vertreter des 'Kreationismus' schwere Geschütze auf: Die auf der Bibel basierende Theorie gefährde Menschenrechte und die Demokratie. Diese Aussagen will der Europarat so aber nicht verabschieden. Jetzt muss das Papier überarbeitet werden.

Nun, man sollte wohl jeden seine Meinung lassen, es darf allerdings nicht passieren das andere Weltbilder verbannt und verboten werden und das anderen Menschen die Meinung aufgezwungen wird....
Und es darf auch nicht sein, dass etwas völlig unwissenschaftliches in einem naturwissenschaftlichen Fach unterrichtet wird. Höchstens als Beispiel dafür, was Wissenschaft nicht ist.
Wissenschaft ist keine Meinung..
wissenschaft bedeutet auch glauben. glauben ist nicht nur den religionen vorbehalten...außer religion an sich wird allein dadurch definiert.
radiklainsky kann ich nur zustimmen. viele wissenschaftler, in diesem fall speziel biologen, aber auch alle anderen menschen an sich ohne akademische laufbahn (sprich naturwissenschaftlichem background), aber mit dem glauben an die richtigkeit der evolution, lassen der religion (z.b. der christlichen) ihren glauben. zum teil sind sie beides, religiös und naturwissenschaftler...andersrum sieht die ganze sache schon engstirniger aus.
wissenschaft ist nichts anderes als der glaube an theorien, welche im gegensatz zum glaubensdogma einer beliebigen religion im stetigen wandel sind. ein physiker z.b. führt immer ein experiment auf basis einer vorangegangenen arbeit eines anderen physikers durch. er glaubt quasi den vorherigen ergebnissen. jede theorie, jede erkenntnis in der wissenschaft wird nicht nur einfach in den raum geworfen und bleibt dort unangetastet liegen, denn "es ist ja sicher richtig". mit jedem weiteren experiment stehen die aktuellen erkenntnisse von neuem auf dem prüfstand...ein gewaltiger unterschied zu dem starren gerüst, auf dem z.b. der christliche glaube beruht.
allein wegen dieser tatsache kann man eigentlich nicht religion mit wissenschaft vergleichen. beide seiten sollten nicht versuchen das terrain des anderen für sich zu beanspruchen.
@plik: Nein, Wissenschaft ist eben gerade NICHT ein "Glauben" an Theorien. Und ein Wissenschaftler führt auch nicht zwangsläufig ein Experiment auf der Basis einer vorangegangenen Arbeit aus, sondern überprüft im Zweifelsfall die vorangegangene Arbeit, indem er sie wiederholt. Aber das schreibst du ja im weiteren Verlauf ebenfalls.
Sicher, Wissenschaft und Religion sind verschiedene Dinge. Trotzdem ist es an der Zeit für ein Weltbild, das nicht auf übernatürlichen oder mystischen Dingen beruht. Wir brauchen eine Philosophie, eine Ethik, die die Fakten nicht leugnet, sondern anerkennt und darauf aufbaut. Wissenschaft ist wichtig, reicht alleine aber nicht. Nur, wieso sollte ausgerechnet Religion die Lücke füllen? Religiöse Führer haben sich in vielen Fällen nicht gerade als Menschenfreunde hervorgetan. Und auch heute noch wird vieles gepredigt, was unserer modernen Vorstellung von einem freien und gleichberechtigten Miteinander widerspricht.
Wir brauchen ein widerspruchsfreies Bild und das ist durchaus möglich. Eine Philosophie, die die Wissenschaft ergänzt und sie nicht ignoriert. Insofern muss es sich eine Religion immer vorwerfen lassen, wenn sie vor erwiesenen Tatsachen die Augen schließt.
Gruß
CM
Intelligent Design ist keine wissenschaftliche Theorie. Sie speist sich aus Denkfaulheit und Arroganz: »Ich bin ein kluger Kerl, und ich kann nicht verstehen, wie das alles durch Evolution entstehen konnte. Also konnte es nicht durch Evolution entstehen.« Jeder Beweis, dass die Evolution an einer Stelle am Werk ist, wird sofort gekontert: Die nächste Ebene von Komplexität in einem biologischen System sei aber nur durch Design zu erklären. Wird den Kreationisten auch das widerlegt, gehen sie wiederum einen Schritt weiter und deuten Intelligenz als Ausdruck des Schöpferplans. Es ist ein endloses Spiel - und wie so viele Spiele reine Zeitverschwendung. Wissenschaftler interessieren solche Spiele nicht, ihre Zunft arbeitet an Hypothesen, die getestet werden können. Solche Hypothesen hat ID nicht zu bieten, nur leere Worte.
Aus: Die Zeit - Gott pfuscht auch
Wie die Kreationisten bzw. IDler versuchen ihren (christ.) Glauben als Wissenschaft zu verkaufen kann man in der BBC Doku "Gott gegen Darwin" nachvollziehen. Diese Lehre ist nichts weiter als der Vesuch, die Bibel wieder als alleingültges und universelles Buch für alle Lebensfragen einzuführen. Und wenn man schon die Schöpfungsgeschichte akzeptiert, warum dann nicht auch die Gesetze aus dem 3. Buch Mose?
Ich möchte in keiner Welt leben, in der ein jahrtausende altes Buch über mein Leben bestimmt - egal ob es nun Bibel, Koran oder Thora heißt!
Gruß
MarcoPolo
Nun ich denke es liegt nicht an der Politik zu entscheiden was Leute glauben sollen.
Aber es ist sehr wohl korrekt Falschinformationen zu verbieten und zu entscheiden was in Schulen wie gelehrt wird. Und das hat gar nichts damit zu tuen Religion zu beeinflussen.
Also, es sollte definitiv nicht erlaubt sein sein soetwas wie Kreationismus als Wissenschaft zu verbreiten wenn es klar keine ist. Das heist nicht persoehnliche Meinung oder so einzuschraenken.
Aber wenn ich behaupte etwas sei so und so und mich darauf auf Wissenschaftliche Prinzipien berufe, dann muss ich erwarten koennen das dies die Wahrheit ist. (Wahrheit im Sinne, das die versprochenen Standards eingehalten wurden. Nicht das die These die Warheit ist )
Und es liegt sehr Wohl im Interesse der Politik und in seiner Verantwortung zu enscheiden was in der Schule gelehrt wird. Und das dort unerhliche Manipulationen verhindert werden.
Das heist ganz explizit, das Religion nicht in Biologie, Geologie oder aehnlichem unterrichtet wird.
Wenn das nicht entlarvend fuer all den Zinober ist:
Startingpoints2-1
Gefunden bei Ars takes a field trip: the Creation...
jeder versuch der schöpfungsgeschichte einen realen hintergrund geben ist pseudowissenschaftlich.
man könnte nun erwarten, dass die menschen intuitiv erkennen, was eine schön geschriebene erzählung ist und was biologisch, physikalisch, geologisch, chemisch usw. so gut wie fakt ist (änderungen jederzeit vorbehalten^^). sieht man nun aber die massen von willigen unwissenden oder auch besserwissenden, dann bekommt man es als mensch mit (hoffentlich) gesunden menschenverstand schon ein wenig angst und zweifel.
wozu gab uns gott unseren verstand, wenn wir ihn nicht benutzen? "da hat er recht.", sprach gott und mottete kurzhand das experiment "mensch" wieder ein.
@CM75
ich bin der überzeugung, dass wissenschaftliches arbeiten einen grundsätzlichen glauben voraussetzt. wie gesagt sind versuche nur wiederholungen vorheriger versuche. doch die theorie, welche z.b. den ausgang des jeweiligen experiments voraussagt, ist ja nichts anderes als eine immer wieder (mehr als weniger) bestätigte beobachtung des selben vorgangs. man kann nie wirklich wissen ob die theorie 100% stimmt, man kann nur daran glauben und dies beim nächsten experiment wieder bestätigt bekommen...oder plötzlich erkennen, dass es ja ganz schön aussah, aber doch was neues als erklärung erhalten muss.
diese einsicht kann man vom ID oder dem kreationismus nicht erwarten. da steht die meinung in der bibel. die vor der version 2.0 wohl auch nicht umgeschrieben werden wird.
//edit...ganz nebenbei. sollte dieses gedankengut wirklich ernsthaft einzug in die führenden köpfe der politik, bildung und einzelhandelszunft halten, dann würde ich gerne nochmal in einem laborpraktikum teilnehmen, welches unter kreationistischen ansätzen geführt wird...da beisst sich die schlange in den eigenen schwanz.
@plik
Wie religiöse "Wissenschaft" arbeitet verdeutlicht dieses Schaubild:
Religionvswissenschaftkt4
ich bin der überzeugung, dass wissenschaftliches arbeiten einen grundsätzlichen glauben voraussetzt.
Meinst du damit Glaube im spirituellen Sinne? Oder Glauben in Sinne von vertrauen?
Letztere Form von Glaube ist recht uebersichtlich. Wir lernen von klein auf damit umzugehen.
Richtig gut werden die wenigsten Menschen im Bewerten von Quellen.
Aber man kann das lernen und kann dann auch sehr gut beurteilen welche quallitaet eine Infomation hat.
eigentlich glauben im sinne von vertrauen...aber bei so manchem wissenschaftler kann man schon fast von einem spirituellen glauben an das eigene steckenpferd sprechen^^
natürlich kann man den glaube an eine theorie nicht mit direkt mit dem glauben an gott vergleichen...oder doch? ich finde nicht. so können beide seiten getrennt voneinander glücklich werden, solange sie sich in ruhe lassen. das ID und der kreationismus ist ein eingriff in ein gebiet, wo die religion nichts zu suchen hat. ebenso wenig sollten wissenschaftler versuchen gott zu widerlegen oder ihn zu finden (warum auch?).
[ebenso wenig sollten wissenschaftler versuchen gott zu widerlegen oder ihn zu finden (warum auch?).
Weil sie koennen.
Und warum nicht?
Nennt mich radikal;
Aber ich bin der Meinung das wir hier einen Konflikt haben. Und wir sollten uns nicht davon abrecken lassen das Religioese Leute empfindlich darauf reagieren wenn wir ihre Wahnvorstellungen in Frage stellen.
Ich will nicht in einer Welt leben wo Leute ihr Leben (und das Anderer!) von irrationalen Gehingespinsten beeinflussen.
Und hier geht es nicht darum Regligion anzugreifen. Sondern Religion anzuzweifeln.
Ich moechte diese Gesallschaft formen. Und ich lasse mich da nicht von imaginaeren moralischen Huerden aufhalten.
Es gibt schlicht keinen Grund sich nicht hinzustellen und zu sagen.
Es gibt keinen Gott! Lass mich in Ruhe du Spinner.
Wegen mir darf der Gegenueber an dem Wort Spinner Anstoss nehmen. Aber das erlaube ich mir jetzt einfach mal.