Doener -
04.12.07 00:50
Ein weiterer Beleg dafür, dass viele der neoklassischen Dogmen in der Ökonomie an der Realität vorbeigehen:
Denn die Frage nach dem Verhalten der Fahrer stellt die neoklassische Theorie des Arbeitsmarkts auf den Prüfstand. Diese postuliert, dass die Menschen mehr arbeiten, je höher der Lohn ist. Das wäre eine rationale Entscheidung, denn mit höherem Lohn steigen in der Logik der Ökonomen die Arbeitsanreize.
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Ich sehe hier keinen Widerspruch: zum einen weiss man, dass Modelle Modelle sind und niemals individuelle Situationen abbilden (daher sind es auch keine Dogmen). Zum anderen geht die Klassik vom homo oeconomicus aus, der natürlich nicht linear weiterarbeitet, nur weil er dann mehr verdient, sondern der auch irgendwann mit der Arbeit aufhört. Und dies aus unterschiedlichsten Beweggründen: Müdigkeit, Unlust, Freizeit, etc.
Tja. Ein Modell ist halt nur innerhalb seiner grenzen gültig. Bei der Neoklassik sind das z.B.:
- Homo Üconomikus
-Atomistische Konkurenz
- Faktorpreise werden je nach Angebot und Nachfrage sofort angepasst
Das das Modell uralt ist und in die Realität nicht genau abbilden kann ist nichts neues. Ich fürchte es herrscht einfach Flaute beim Handelsblatt.