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Atomkraft kein Umweltschutz: Schlechte Co2-Bilanz + Risiko

Avatar von martho martho - 24.04.08 10:32
Die Meinung, Atomstrom schneide in der Klimabilanz gut ab, ist nach Darstellung des Darmstädter Öko-Instituts falsch. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, stellt das Institut in einer Studie fest, dass Atomkraftwerke mehr Kohlendioxid-Emissionen verursachen als erneuerbare Energien und ähnlich viel wie Erdgas-Blockheizkraftwerke. Hinzu kommt das Risiko der Kernkraft sowie die weiterhin ungeklärte Entsorgungsproblematik.

Kommentare: (6)

  • von OlbersD - 14.08.10 22:38
    Diese Art der Argumentation finde ich echt bescheuert. Schwarz-Gelb will uns nicht verraten warum der Atommüll aus gerechnet in einen Salzstock und ausgerechnet in Gorleben endgültig für tausende von Jahren gelagert werden kann und soll. Sie können uns nicht einmal eindeutig sagen, dass es wirklich funktioniert mit der Endlagerung in Gorleben, aber Alternativen werden auch nicht in Betracht gezogen. Trotzdem sollen die Laufzeiten beliebig verlängert werden, offen bar, weil sie eine
    Brennelemente-Steuer kassieren wollen. Aber die Gegner der Kernenergie sind ja nicht viel besser. Es gibt sicher gute Gründe für den Atomausstieg (siehe oben). Aber trotzdem bleibt es Quatsch immer wieder in Abrede stellen zu wollen, dass mit der Kernenergie sehr wohl CO2 und zwar zu vertretbaren Kosten vermieden werden kann. Frankreich zum Beispiel prodziert weit weniger CO2 als Deutschland, absolut, aber auch pro Kopf. Dies hat natürlich was mit der Kernenergie zu tun, dies zu leugnen ist
    Unsinn.

  • von OlbersD - 15.08.10 10:56
    Es gefällt den Gegenern der Atomkraft nicht, aber die Atomkraft reduziert CO2 beträchtlich, jedenfalls mehr als sündhaft teure Photovoltaik im sonnenarmen Deutschland. Aber Wasser- und Windenergie ist eine Alternative zu Atomkraft, die wie die AKW nur vernachlässigbar geringe Mengen CO2 verursacht. Die Mengen an CO2 (kein Gift, wird von Tier und Mensch ausgeatmet!) sind in jedem Fall bei AKW, Wasser- und Windkraft minimal. Der Streit welche minimaler sind, ist wirklich unsinnig. Was hier zur
    Debatte steht, sind einerseits die Kosten der Stromerzeugung und zweitens die Gefahren durch radioaktive Stoffe, die tausende von Jahren hochgefährlich bleiben.

  • von OlbersD - 15.08.10 11:07
    Wenn wir die CO2-Problematik mal aus der Betrachtung herauslassen, ist die Sache klar. Kohle, ist billiger als Atomkraft und nicht umgekehrt, ganz bestimmt, wenn die Folgekosten beachtet werden. Aber selbst wenn Zwischen- und Endlagerung unberücksichtigt bleiben, ist Atomkraft keinesfalls billiger als Kohlestrom, denn der Brennstoff Kohle ist wahrhaft billig, etwa 2 Cent pro Kilowattstunde. Viel billiger können die Brennelemente auch nicht sein. Die Investitionskosten sind bei AKW aber
    wesentlich höher im Vergleich zu Kohlekraftwerken. Allein der Betrieb schon abgeschriebener AKW rentiert sich. Aber AKW können nicht ewig betrieben werden und bei längerem Betrieb fallen auch höhere Kosten für Wartungsarbeiten an.

  • von OlbersD - 15.08.10 11:16
    Wind- und Wasserkraft ist aber zweifellos der billigste Brennstoff, weil total umsonst und damit sogar billiger als Uran und Kohle. Strom aus einer abgeschriebenen Windkraftanlage oder ein Wasserkraftwerk ist auch nicht wesentlich teurer als aus einem alten AKW. Im Süden Europas oder den USA gilt dies auch für Photovoltaik oder solarthermische Kraftwerke.

  • von OlbersD - 15.08.10 11:22
    Totaler Unsinn ist es zu sagen, die AKW müssen noch weiter betrieben werden, weil die erneuerbaren Energien noch nicht in der Lage sind diese zu ersetzen. Die AKW könnten im Prinzip sofort abgeschaltet werden. Dies würde die CO2-Emission natürlich erhöhen, da beißt keine Maus den Faden ab. Aber gemessen am globalen CO2-Ausstoß, siehe zum Beispiel Waldbrände in Russland, Kohleverbrennung in China, ist das zu vernachlässigen und langfristig können die AKW durch erneuerbare Energien ersetzt
    werden.

  • von OlbersD - 15.08.10 11:29
    Richtig ist, auch mit einem Erdgasblock-Heizkraftwerk können die Emissionen im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk beträchtlich reduziert werden. Auch die Abwärem von Kohlekraftwerken kann zum Heizen verwendet werden, was Emissionen erheblich reduzieren kann. AKW sind daher nicht zwingend erforderlich, um die Klimaziele Deutschlands zu erreichen.

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