Nindalf -
06.07.08 18:05
Das neue EEG kommt zum 1. Januar - und: Es darf direkt vermarktet werden. Der Bundesrat hat am Freitag das Erneuerbare-Energien-Gesetz verabschiedet. Das Gesetz soll dazu beitragen, den Anteil von Strom aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse bis 2020 von heute 14 auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen...
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Es ist schon seltsam, der Plan der SPD vier Millionen neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen, wird von allen anderen Parteien und der Presse als unrealistisch bezeichnet. Die Grünen wollen nur eine Million neue Arbeitsplätze. Scheinbar wollen sie keine Vollbeschäftigung. Die Union will aber "Arbeit für alle". Wie soll das gehen ohne neue Arbeitsplätze. Tatsächlich werden in bestimmten Bereichen auch weiter Arbeitsplätze abgebaut (was Steinmeier auch einräumt), wenn nicht mindestens vier Millionen Arbeitsplätze entstehen gibt es keine Vollbeschäftigung oder "Arbeit für alle".
Tatsächlich finden sich Punkte in den Programmen aller Parteien die viel unrealistischer als die vier Millionen neuen Jobs sind. Zum Beispiel die Zielsetzung der Grünen bis 2020 40 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien gewinnen zu wollen. Beim Strom liegt der Anteil heute nach diesem Artikel bei 14 Prozent und 30 Prozent (plus 16) wird angestrebt bis 2020. Die Grünen wollen plus 26. Aber wie soll das funktionieren? Etwa die Hälfte der 14 Prozent stammen aus der Wasserkraft. Der Betrag ist seit Jahren fast unverändert, eine Steigerung um mehr ein bis zwei Prozent ist wohl unrealistisch. Windkraft hat mittlerweile Platz eins unter den Erneuerbaren, fast gleichauf mit Wasseer. Hier konnte tatsächlich in den letzen Jahren eine erhebliche Steigerung erreicht werden. Eine weitere Steigerung um etwa 10 Prozent in den nächsten 10 Jahren ist denkbar. Auch die Photovoltaik (Strom aus Sonne) hat in den letzen Jahr stark zugelegt, aber der Anteil liegt heute nur bei etwa einem Prozent. Realistisch können bis 2020 kaum mehr als vielleicht vier Prozent aus Sonne erwartet werden. In Summe erscheinen die 30 Prozent im Artikel als ein realistischen Ziel. Die 40 Prozent der Grünen sind dagegen ein Witz und beweisen, dass die Leute keine Ahnung haben.
Immerhin ist es realistisch bis 2020 so viel Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, dass der Ausstieg aus der Atomenergie (der vollständige, nicht nur 7 Kraftwerke) möglich ist, ohne dadurch die Ziele zur Reduktion des CO2 zu gefährden. Ältere Braunkohlekraftwerke können durch neuere effiziente Steinkohlekraftwerke ersetzt werden. Damit wird immerhin die Hälfte der CO2-Emission und anderer Schadstoffe vermieden. Durch energiesparende Techniken, nicht nur aber auch die Energiesparlampe kann beträchtlich Strom eingespart werden und damit die Emissionen weiter gesenkt werden.
Mindestens 7 Kraftwerke können in den nächsten vier Jahren abgeschaltet werden. Dafür genügt ja schon die Energiesparlampe!