Offener Brief an Ove Saffe zur Moderation der Spiegel-Foren
Aufruf zur Niederlegung der Doktrin, den SPIEGEL-Leser als ‚saudummen’ Kunden zu behandeln.
Wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann herrschen im Spiegelforum wirklich unglaubliche Zustände was die Moderation betrifft.
Alle Beiträge werden dort vor der Veröffentlichung "geprüft" und es findet dann eine massive ideologische Zensur statt.
Das Spiegelforum ist keine seriöse Plattform.
mehr bei spiegelkritik.de

Wir brauchen wirklich mal sowas wie einen Qualitätsstandard hinsichtlich der Meinungsfreiheit für Plattformen mit Userbeteiligung.
Eine Art Siegel für geprüfte freie Meinungsäußerung.
Es ist doch wirklich haarsträubend wie in vielen Foren, Blogs und web2.0-Plattformen ganz selbstverständlich alles was den Betreibern nicht passt
wegzensiert wird. Da herrschen Zustände wie in der alten Sowjetunion.
Nebenbei bemerkt, diese Zensur nach Gutsherrenart ist auch ein Grund, weshalb ich in vielen Blogs erst gar nicht kommentiere, weil ich nicht weiß wie es der Betreiber mit der Meinungsfreiheit hält.
So ein Meinungsfreiheitssiegel wäre doch auch eine ganz gute Geschäftsidee, oder?
würde ich auch nicht schlecht finden..
Allerdings kann man natürlich niemand (Privaten) dazu zwingen, seine Meinung "unzensiert" zu veröffentlichen... Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist ein subjektives öffentliches Recht, das sich gegen staatliche Zensur/Meinungsunterdrückung und dergleichen richtet. Gegenüber dem Spiegel kann man sich darauf selbstverständlich nicht berufen...
Es täte aber dem Meinungsaustausch im Internet gut, ein solches Siegel trotzdem einzuführen, dann weiß jeder wenigstens woran er ist!
Aber es geht nicht, dass man "Forum" drauf schreibt und "Schrebergarten" meint, wo alles Unkonforme entfernt wird.
Medienforen sind auch ein Korrektiv gegen die Meinungsmacht von Medien, das sonst kaum einer ausübt. Welcher Politiker traut sich schon, sich mit Spiegel oder Bild anzulegen? User können das und tun das, wie man ja auf yigg sieht- wenn man sie (frei) lässt
ja YiGG ist ja auch eine außergewöhnlich offene Plattform..
Das Problem ist, dass es vielleicht moralisch usw. extrem verwerflich ist "forum" draufzuschreiben und was anderes reinzupacken, verboten ist es aber nicht.
Da bleibt einem nichts anderes übrig, als sich von solch miserablen Plattformen fernzuhalten...
Sollen sie halt alle zu uns kommen
@renton
Klar kann man niemanden zwingen die grundlegenden Verfassungsrechte auch auf seiner privaten Plattform im Internet zu respektieren. Ich wäre auch dagegen dies per Gesetz zu ermöglichen.
Es ist einfach eine Selbstverständlichkeit, die User, denen man die Existenz seiner Plattform verdankt, mit Respekt zu behandeln und sie nicht durch zensorische und meinungsunterdrückende Maßnahmen zu kujonieren.
Der Spiegel versucht mit administrativer Gewalt Meinung zu unterdrücken indem er sachliche, einwandfreie Beiträge einfach unterschlägt.
Das wirft ein übles Licht auf den ganzen Verein und die Konsequenz muß lauten: Schreibt nicht im Spiegelforum!
und: Kauft keinen Spiegel!
Solange, bis diese Mißstände behoben sind.
Die Macht der User liegt in ihren Geldbörsen und in der Möglichkeit einfach solche Seiten zu meiden.
Die traurige Tatsache, daß YiGG, mit der hier praktizierten Meinungsfreiheit, schon beinah als Ausnahme erscheint, zeigt nur um so mehr, daß es notwendig ist klar gegen Privatdespoten wie beim Spiegel Stellung zu beziehen und auf der anderen Seite demokratische Qualitätsstandard zu schaffen.
Es wäre ja nicht die erste Demokratie auf deutschem Boden, die mangels Interesse zu Grunde geht und das mit wirklich verheerenden Konsequenzen. Oder wie es Tucholsky einmal ausdrückte: Wir brauchen dringend leidenschaftliche Demokraten.
@gerlindy
ich gebe dir absolut recht! Boykott ist das einzige was hilft... ich kauf mir weder den Spiegel, noch schreib ich dort was ins forum!
Das hatte bislang zwar andere Gründe (schlechter Schreibstil der Spiegelautoren/einseitige Berichterstattung/kein journalistischer Anspruch), aber ich füge gerne noch diese Forumsgeschichte hinzu
Und wo ich schon mal dabei bin
so löblich ich die Seite SpiegelKritik.de finde, ich halte sie für sogar noch wichtiger als den BILDblog, denn daß die Bildzeitung bösartige Aspekte hat wissen wohl die meisten, aber der Spiegel wird von vielen immer noch als seriöses Nachrichtenmagazin wahrgenommen, was er nicht ist, wie man hier gerade mal wieder sieht, um so konsequenter muß ich kritisieren, wenn auf SpiegelKritik.de die Kommentare nicht freigeschaltet sind, sondern auch erst nach Stunden und Vorprüfung auf die Seite gelangen.
Dieses Vorverdauen von Kommentaren der User empfinde ich als schlechten Service und Ausdruck übertriebenen Mißtrauens den Usern gegenüber.
Nach meinen Erfahrungen bewegen sich die wirklich zu beanstandenden Vorkommnissse in ihrer Anzahl im einstelligen Promillebereich.
Warum werden also wegen sehr weniger Störer alle User behandelt als wären sie potentielle Rechtsbrecher deren Kommentare erstmal überprüft werden müssen?
Ja, wegen der Rechtslage, wird da häufig geantwortet.
Das trifft aber nicht zu, denn als Betreiber habe ich genügend Zeit
die Kommentare im Nachhinein zu überprüfen um dann die wirklich seltenen Verstöße gegen die deutsche Rechtsordnung zu entfernen.
Eine Vorabkontrolle sollte deshalb zugunsten eines freien Diskurses immer nur die Ausnahme von der Regel sein. Zum Beispiel bei längerer Abwesenheit der Betreiber, oder wenn wirklich mal ein oder ein paar User kommentarinhaltlich Amok laufen. Dies sollte dann aber durch einen erklärenden Hinweis deutlich gemacht werden und nur vorübergehend der Fall sein.
Wenn man schon die "Gutsherrenart" der Spiegeladministration kritisiert, dann sollte doch wenigstens auf der Plattform der Kritiker
Freizügigkeit gewährt werden.
Also, SpiegelKritik.de, geben Sie Kommentarfreiheit!
Hab das ganze jetzt nur mal überflogen, aber was regt Mann/Frau sich auf ??? Das Teil ist teilweise kostenlos und die können halt damit machen was sie wollen. Zensieren,löschen oder auch die Inhalte drucken oder verkaufen. Solange das Forum NICHT den Usern gehört ist es nur unsinnige Heulerei. Also Forum meiden und ein eigenes aufmachen. Willkommen im kostenlosen Web, wo halt eben doch nicht alles kostenlos ist
Auszug aus den AGB Punkt5/1
Alle Rechte, insbesondere die urheberrechtlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an den zur Verfügung gestellten Beiträgen, Artikeln, Fotos usw. stehen im Verhältnis zum Nutzer ausschließlich dem ANBIETER zu.
Langfristig werden solche Foren untergehen und freie Projekte dafür boomen bzw. besser besucht werden.
@grimminalbullizei
Hab das ganze jetzt nur mal überflogen...
Jau, das merk ich. Deine Argumente hatten wir ja schon durch.
Es geht hier nicht um den schon ermüdend hinreichend beschriebenen rechtlichen Aspekt sondern darum, daß im Forum eines der wichtigsten
Nachrichtenmagazine Deutschlands Zustände herrschen wie im Puff.
Ich halte das für eine wichtige Nachricht und das Ranking dieser Nachricht bestätigt das.
Sicherlich ist das eine wichtige Nachricht, bestreitet ja auch keiner, aber es zeigt ja mal wieder, das auch solche Projekte von großen "Machern" nicht das gelbe vom Ei sind. Eben auch aufgrund der Zensur bzw. das überhaupt eine stattfindet. Am Eingang gibt man seine kompletten Rechte ab und die können machen was Sie wollen. Richtig man soll ja auch mit der Masse (Artikel yigg + Blogartikel usw.) dagegen angehen, da ja mittels Masse auch etwas bewirkt werden kann (eventuell)Bei privaten Projekten kann das natürlich auch passieren...
Es zeigt aber das man so gut wie machtlos ist gegen so ein System vorzugehen. Wenn DIE nicht wollen, dann ist das so, fertig aus. Schweinerei ist es allemal, keine Frage.
Oki, @grimminalbullizei
dann sind wir ja im Prinzip einer Meinung
allerdings bin ich schon anderer Meinung was die Machtlosigkeit angeht.
Ich glaube nicht, daß den Spiegel-Herren diese Art von Aufmerksamkeit wirklich gut gefällt, denn ein Medium lebt von seinem Image und die User haben nur noch nicht gemerkt, welche große Macht sie haben in dem sie zum Beispiel bestimmte Kaufentscheidungen an politische Forderungen knüpfen.
Das Netz ist für sowas ein idealer Multiplikator wie er in der Geschichte noch nie zur Verfügung stand.
Das Internet ist das Ende der Ohnmacht der Massen. Deshalb wird ja so hysterisch versucht es einzuschränken.
Wie zum Beispiel bei SPON abweichende Meinung.
Sie versuchen ihren redaktionsinternen Meinungsterror auf die Userschaft zu übertragen. Das ist allerdings etwas, was man später einen historischen Irrtum nennen wird.
Ergo, sollen sie ruhig so weitermachen, desto eher werden wir sie los sein.
Es geht hier nicht um den schon ermüdend hinreichend beschriebenen rechtlichen Aspek
was soll das denn heissen @gerlindy
@renton
daß ich keine Lust hatte schon wieder den Kommentarfaden von vorne zu diskutieren, womit ich natürlich nicht deine hochqualitativen Beiträge herabwürdigen wollte sondern nur grimmbulli, allen anderen und mir Wiederholungen zu ersparen gedachte.
hihi
@gerlindy
Mit Machtlosigkeit meinte ich auch die Hilflosigkeit im ersten Schritt. Die der gesamten Masse ist da schon erheblich und selbst Google hatte ja schon deswegen zurück gerudert. Siehe auch einen älteren Artikel dazu, bezüglich "Die Macht der Blogger" www.blog.datenwachschutz.de
@grimminalbullizei
Ja, genau und um es populär auszudrücken: es wird langsam höchste Zeit diesen Säcken mal in den faltigen Zensorenarsch zu treten.
Rein virtuell, versteht sich.
*nick*