honeyjam -
09.01.09 11:51
Rassismus ist verfemt – und trotzdem an der Tagesordnung. Ein Experiment zeigt: Menschen tolerieren mehr Rassismus, als sie selbst von sich annehmen würden.
Psychologen der Universitäten York, British Columbia und Yale haben in einem Experiment herausgefunden, dass Menschen dazu neigen, ihr Engagement gegen Rassismus zu überschätzen.
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Vor der eigenen Haustüre kehren scheint mir immer wieder ein guter Anfang. Geh jetzt einen Besen besorgen. @honeyjam
Und für hartnäckiges Material vor der eigenen Tür empfiehlt sich gelegentlich auch kräftiges Schrubben, @Lnell
Schaufeln!
@honeyjam @lenchen Ich brauche tatsächlich eher einen Besen, die Kinder haben den alten verschleppt und schaufeln nützt nicht mehr viel. Es ist schon alles vereist.
Aber zum Thema: Man bekommt mit heller Haut nicht soviel Rassismus mit. Am ehesten erlebt man eine Form der Ausgrenzung in der Schweiz, speziell wenn man aus Deutschland kommt, dem am wenigsten beliebten der vier Nachbarländer.
@honeyjam @lenchen Und noch eine Anekdote, da das Phänomen sicher viel mit der Kultur des Gegenübers zu tun hat:
Bei meinem US-Arbeitgeber wurden regelmäßig Geburtstage gefeiert. Die Weissen brachten meist Kuchen mit, haben sich artig mit ein paar frommen Worten bei allen Anwesenden bedankt, und dann gab's Smalltalk. Die schwarzen Geburtstagskinder hingegen haben nur kurze Worte gefunden, um dann zu singen und zwar frei-improvisierte Lieder, die in dem Moment entstanden und sich über Minuten hinziehen konnten. Die Texte waren sehr privat, alles klang ein wenig sentimental und lyrisch. Die Weissen haben dann daneben gestanden und betreten geschwiegen, weil sie mit diesem Brauch so überhaupt nichts anfangen konnten, und haben sich verzogen so schnell sie konnten. Zum Schluss waren dann die Schwarzen unter sich.
Sehr eigentümlich, das gab's aber auch nur bei dem einen Arbeitgeber, in den Südstaaten.
@lnell Danke für diese Epsidode, aber :
weil sie mit diesem Brauch so überhaupt nichts anfangen konnten,
?
ich würde ja eher berührt schweigen und hoffen, dass der Moment nicht zu schnell verrinnt...
@lenchen Sollte man meinen, aber da gab es die ganzen unausgesprochenen Zwänge: Chefin mit im Raum (die natürlich weiss war). Man soll ja eigentlich arbeiten, man kann also nicht einfach sitzen bleiben und um Zugaben bitten. Nicht alle haben gleich gut gesungen. Es gab speziell einen, der es besonders gut konnte, der wurde manchmal aufgefordert, für andere zu singen. Aber der kam nicht aus einer Pressure Cooker Abteilung, sondern aus einem Bereich mit vielen gering qualifizierten Mitarbeitern, und denen hat man das wohl leichter durchgehen lassen.
Die schwarzen MBA's haben übrigens allesamt nie gesungen.
@lnell also eher einer Frage der gesellschaftl. Klasse als eine der Rasse?
Hier eine ethnographische Karte der Menschheit de.wikipedia.org
@lenchen nein es war die Rasse, aber ich glaube die MBA's waren einem viel grösseren Druck ausgesetzt, sich dem Verhalten der Weissen anzupassen. Ich habe da speziell jemenden vor Augen, der war feingeistig, schwarz, schwul ud hatt einen MBA. Im eher grobschlächtigen Texas ist der in jeder Hinsicht aufgefallen, und der hat eben nicht gesungen.
Noch mehr zum Thema Rassismus:
de.wikipedia.org
@baynado interessant, danke
Yigg bildet
hier ein Text zu "@baynado s" ethnographische Karte der Menschheit
de.encarta.msn.com
Ich bevorzuge diesen Artikel.
de.wikipedia.org
Danke für die Infos, @baynado und @SlowVader .
Da ich das alles und noch mehr gelesen habe, komme ich erst jetzt dazu, mich noch einmal zu äußern.
Ein weitere Bestätigung für deine Anmerkung @Lnell
Am ehesten erlebt man eine Form der Ausgrenzung in der Schweiz
habe ich auch gefunden, nämlich hier:
www.spiegel.de
@honeyjam zur besseren Unterscheidung auch auf der politische-territorialen Ebene sollte man den Schweizerschwänen ein rotes Kreuz auf die weissen Federn malen, oder besser invertiert?
ReYiGG @slowvader YiGG bildet