MT3_Yigg -
12.01.09 19:34
Der 25-Jahre-RTL-Rückblick zeigt: Trotz vieler Sendeformate, an die man sich erinnern kann, bringt das TV nur sehr wenige dauerhaft relevante Marken hervor. Dies ist erstaunlich, denn eigentlich sollten die Sender über hervorragende Bedingungen zur Markenbildung für ihre Programme verfügen.
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Kerner, Beckmann, Maischberger
gibts die schon so lange ? Die von dir genannten Sendungen waren zu der Zeit auch starke Marken ( "Verzeih mir" nicht zu vergessen )und das über Jahre, aber das ist ja auch schon wieder 10 oder mehr Jahre her.
Starke Marken verlieren doch heute an Wert weil das Angebot immer größer wird. Wenn ich da Wetten dass nehmen und deren Aussenwetten mit balancierentden Baggern o.ä.
Sowas bekommt könnte man heute in einer Sendungen im Vorabendprogramm zu sehen die auch gleich noch doppelt so viel Haut zeigt wie Tutti Frutti damals in der Nacht
Abgesehen davon, dass Kerner, Beckmann und Maischberger für mich, im Gesensatz zu Gottschalk oder Schmidt, keine Marken sind, finde ich den Beitrag gut. Zeigt er doch die Niveaulosigkeit des deutschen Fernsehens von einer neuen Perspektive.
Ich glaube die Sender wollen gar keine Sub-Marken hervorbringen. Der Sender selbst ist die Marke und man möchte sich nicht von einzelnen Personen oder Sendungen abhängig machen. Vielmehr wird die Reichweite genutzt um einzelne Produkte zu bewerben.
Als Beispiel mag da die Sendung Popstars dienen, bei der eine Band über Monate derart massiv, durch die regelmäßigen Sendungen, beworben wird, daß ein Nummer 1 Hit in den Charts praktisch nicht mehr zu vermeiden ist.
Mit einem derartigen Werbeaufwand ließe sich sicher auch eine x-beliebige Schützenfestband in die Top Ten bringen.
Wichtig ist nur der kurzfristige Erfolg und daß der Sender im Gespräch bleibt. Langfristige Markenentwicklungen wären da viel zu unflexibel und aufwendig.