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Ein Meter Meerespiegelanstieg in hundert Jahren: Neue Studie übertrifft IPCC-Prognosen um das Dreifache

Avatar von lnell lnell - 13.01.09 09:10
Der Meeresspiegel könnte in den nächsten hundert Jahren einen Meter höher steigen als heute – und damit drei Mal so viel wie es der Bericht des Weltklimarats IPCC prognostiziert hat. Das ist das Ergebnis einer jetzt im Fachmagazin „Climate Dynamics“ erschienen Studie eines internationalen Forscherteams.

Kommentare: (18)

  • von frank-wettert - 13.01.09 09:17
    Was die wieder alles wissen. Der Meeresspiegel ist nicht überall gleich und ähnlich schwer prognostizierbar wie alle anderen Parameter des gekoppelten Systems Atmosphäre-Ozean.


    Was bin ich froh, wenn der Prognose-Unfug irgendwann einmal aufhört...

  • von lnell - 13.01.09 09:24
    @frank-wettert Er hört nicht auf. Es ist ein einträgliches Geschäft für die Medien. In der Politik ist es nicht anders, da reden auch ständig Leute, die keine Ahnung haben, werden aber von den Medien gut in Szene gesetzt.


    Zurück zum Meeresspiegeö. Es gab doch mal irgendwo einen kml file, mit dem man simulieren konnte, was alles unter Wasser steht, wenn der Meeresspiegel um 1,2, 3 oder sogar 7 meter ansteigt. Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus, war darauf wohl nicht viel zu geben?

  • von samsun - 13.01.09 11:40
    Also ich wohne immer nur in der 1. Etage und warte daruf, daß ich in der Bonner Bucht wieder surfen kann. Wann kommt das denn endlich?

  • von lnell - 13.01.09 11:44
    @samsun Na immerhin geht die Bucht schon bis Köln, dann wird schon mal ne Surfwelle nach Bonn hochschwappen.

  • von samsun - 13.01.09 12:00
    Sorry, ist alles noch trocken. Keine Haigefahr. Vielelicht sollte ich auf Strandsurfen umsatteln.

  • von UnterneuntupfingAktuell - 13.01.09 13:12
    Es ist faszinierend. (Bis auf @frank-wettert *zwinker*) ist die Menschheit noch immer nicht in der Lage, einigermaßen verläßlich das Wetter für die nächsten 3 Tage im Umkreis von 100 Kilometer voraus zu sagen, aber wir wissen bereits ganz sicher, auf den Millimeter genau, wie hoch wir wo in 81,7 Jahren Land unter haben.

  • von samsun - 15.01.09 09:34
    Das eine können wir überprüfen - das andere lesen wir und vergessen es wieder. Wer weiß denn noch, was er vor 81,7 Jahren gesagt hat?

  • von frank-wettert - 15.01.09 09:52
    @lnell Das Problem ist, dass alle von Durchschnitts-Höhen ausgehen und die Ozeane offenbar für eine Art Wasserglas halten. Es gibt keine einheitliche Meereshöhe, und sie ist auch nicht vorherzusagen.


    Darum auch Applaus zur scharfen Formulierung an @UnterneuntupfingAktuell , genau so wollte ich das ausdrücken.

  • von lnell - 15.01.09 11:09
    @frank-wettert Wird es dann niht höchste Zeit, dass der Meeresspiegel geglättet und standardisiert wird. Wie sollen wir uns denn auf irgendetwas einstellen, wenn er macht, was er will? Dankbare Aufgabe für die Wissenschaft ?

  • von OlbersD - 16.01.10 14:01
    Der Meeresspiegel ist im letzen Jahrhundert nicht einmal um 20 cm angestiegen. Dieser Anstieg, obgleich eher gering, kann nicht schlüssig allein mit der Temperaturerhöhung (Wärmeausdehnung des Wassers + Eisschmelze) erklärt werden.


    de.wikipedia.org

  • von OlbersD - 16.01.10 14:13
    Durch die Medien wird der Eindruck erweckt, der Anstieg des Meeresspiegels sei im Wesentlichen mit dem Abschmelzen der Polkappen zu erklären. Dies ist aber eindeutig nicht der Fall. Mindestens die Wärmeausdehnung des Wasser muss mit herangezogen werden, um den Anstieg aus der Temperaturerhöhung zu erklären. Selbst Wärmeausdehnung und Eisschmelze liefern keine vollständige Erklärung.

  • von OlbersD - 16.01.10 14:20
    Bei der Eisschmelze ist zu beachten, dass im Wasser schwimmendes Eis beim Tauen den Wasserspiegel nicht wesnetlich verändert. Das Volumen des verdrängten Wassers hat nämlich die gleiche Masse wie das schwimmende Eis. Bei der thermischen Ausdehnung des Wassers ist die Anaomalie des Wassers zu berücksichtigen, das nicht am Schmelzpunkt sondern erst bei etwa 4° Celsius seine größte Dichte ausfweist. Ferner ist zu berücksichtigen, dass sich das Meer in großer Tiefe kaum erwärmt. Das Festlandeis
    der Antarktis hat sich im vergangenen Jahrhundert kaum verändert.

  • von OlbersD - 16.01.10 14:27
    Das Weltmeer bedeckt 71 Prozent der Erdoberfläche, etwa 360 Millionen Quadratkilometer. Dies bedeutet ein Millimeter Anstieg des Meeresspiegels entsprechen 360 Kubikkilometer oder 360 Milliarden Tonnen Wasser.  Da muss also schon eine Menge Eis schmelzen um den Meeresspiegel merklich anzuheben.

  • von lnell - 18.01.10 13:07
    Wenn in ganz Deutschland 10 cm Schnee fallen und dann wegschmelzen sind das ungefähr 35 Kubikkilometer. Arktis und Antarktis sind weit größer als DE, das könnte also viel schneller zusammenkommen, als wir denken. @OlbersD

  • von OlbersD - 18.01.10 14:07

    Wenn in ganz Deutschland 10 cm Schnee fallen und dann wegschmelzen sind das ungefähr 35 Kubikkilometer. Arktis und Antarktis sind weit größer als DE, das könnte also viel schneller zusammenkommen, als wir denken. @OlbersD



    Rechnen wir mal schnell nach: 10 cm = 0,1 m oder (1km/10000). DE hat ungefähr 350.000 qkm. Wir teilen durch zehntausend und erhalten 35, stimmt! Der Meeresspiegel stiegt damit etwa um 0,1 Millimeter. Das gesamte Eis/Schnee auf der Nordhalbkugel hebt den Meeresspiegel durch die Schneeschmelze aber schon merklich an.

  • von frank-wettert - 19.01.10 06:43
    @OlbersD


    Dann brauchen wir ja keine Klimaexperten mehr, wenn man das durch Oberschulmathematik voraussagen kann. Hervorragend!


    Nein, ernsthaft: So platt kann man das sicherlich nicht berechnen. Es fängt schon bei dem Problem des "Normal Null"-Findens an. Und es gibt unendlich viele gekoppelte Reaktionen, die eine Prognose beinahe unmöglich machen.


    wattsupwiththat.com

  • von OlbersD - 19.01.10 09:21

    @OlbersD


    Dann brauchen wir ja keine Klimaexperten mehr, wenn man das durch Oberschulmathematik voraussagen kann. Hervorragend!



    Das Weltmeer hat 360 Mio. qkm. Ein Millimeter ist ein Kilometer durch eine Million (1000x1000). Das Volumen des obsten Millimeters des Meeres ist 360 Kubikkilometer. Das ist in der Tat einfache Schulmathematik, deshalb aber nicht falsch.


    Damit ist der Anstieg des Meeres in der Realität natürlich nicht einfach zu berechnen, weil da vieles miteingeht. Das Volumen des Meerwaser wird durch die Wassermassen auf dem Festland (nicht nur Gletscher, nicht nur Eis und Schnee) und die Temperatur des Wassers bestimmt. Geologische Vorgänge wie die Verschiebung der Kontinentalplatten spielen auch eine Rolle.

  • von OlbersD - 19.01.10 09:58
    Umgekehrt können die Klimaexperten allerdings auch nichts wirklich vorhersagen, was nicht auch schon mit Oberschulwissen leicht zu berechnen wäre.

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