gerlindy -
30.06.09 19:04
Mit den Inhalten der Presse im Internet verdienen Suchmaschinen, aber auch Provider und andere Anbieter, nur nicht die Verlage. Das muss sich ändern, das Netz transparenter werden. Der Gesetzgeber ist gefragt.
- An Hubert Burda: Wir werden schleichend enteignet Twitter senden
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Nach dem Gesetzgeber greinen wenn die alten Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren. Ich nenne das Dummheit2.0.
@gerlindy Ich habe doch bei Google auch schon nach Revenue Share angefragt, da sie mein Blog indizieren
Hab ich was verpasst? Bisher verdienen an den in Zeitungen verpackten Nachrichten doch auch diejenigen, die sie zu mir bringen. Das beginnt mit der Prämie für die Abo-Werber und endet beim Lohn des Austrägers. Da sind die Burdas dieser Welt doch auch kreativ bei der Optimierung der Vertriebswege.
Vielleicht liegt es doch nicht nur am Internet, sondern an der schleichenden Gleichschaltung der meisten Zeitungen, dass sie keiner mehr kauft?
Vielleicht sollten sie ein Zentralorgan schaffen, welches per Gesetz jeder ordentliche Staatsbürger unter Strafandrohung bei Verweigerung zu abonnieren hat? Kassiert wird das ganze dann gleich mit durch die GEZ.
Gute Idee @Butte. Die Zentralzeitung könnte man dann vielleicht
"Altes Deutschland" nennen.
Schön fand ich auch den Titanicbrief an die Leser zum Thema:
Schlimm, deutsche Zeitungsverleger,
daß Euch das böseböse Internet Eure Top-Qualitätszeitungen kaputtmacht: »Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.« Weswegen Ihr in einem gemeinsamen Appell von Springer, Spiegel, Bauer, Gruner + Jahr und anderen Bastionen der journalistischen Seriosität fordert, daß die »ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums verboten bleiben« müsse. Schön und gut, Verleger. Nur – wo bekommen Eure Angestellten denn dann demnächst ihre »Hintergrundinformationen« her, wenn sie nicht einfach bei Wikipedia abpinnen dürfen? Und woher nehmen sie nach dem nächsten Flugzeugabsturz/Amoklauf die Bilder der Opfer, wenn sie nicht mehr nach Belieben StudiVZ, Facebook oder die Homepages von Sport- und Freizeitvereinen plündern dürfen? Wie? Das dürfen die schon jetzt nicht? Und Ihr schert Euch aber einen Dreck drum? Weil’s ja eben um »die Erstellung von Qualitätsinhalten und von unabhängigem Journalismus« geht? Und nicht etwa ums liebe Geld?
I wo; Ihr wollt ja nicht mal Subventionen: »Gerade weil wir keine Subventionen wollen, benötigen wir Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums.« Die könnt Ihr gerne haben: Behaltet Euer geistiges Eigentum mal schön für Euch!
Nimmt’s nicht mal geschenkt:
Titanic
Quelle: www.titanic-magazin.de
Nee, @gerlindy "Armes Deutschland" passt besser
@Butte Kompromiss: Armes altes Deutschland
Vielleicht habe ich was überlesen, aber wo bitte ist den hier der Qualitätsjournalismus?
Das einzige, was ich sehe, sind Magazine die primär über Werbung finanziert werden. Und für die Leser dann auch noch bezahlen sollen.
Jetzt nach dem die Verlage (Burda, Holtzbrinck, Gruner + Jahr, etc.) viele, viele Millionen in wild zusammen gekauften Internet-"Geschäftsmodelle" versenkt haben, schreien sie "Feuer"!
Die Tatsache, dass Werbekunden in Richtung Web abwandern, weil sie glauben die vielgerühmten Zielgruppen noch besser, messbarer und direkter erreichen können, wird doch auch von Burdas Tomorrow Focus AG fälschlicherweise suggeriert.
Online Werbung wird sich in den nächsten 3-5 Jahren nochmals massiv verändern und der ganze Hype um Suchmaschinen wird sich gelegt haben. Damit werden auch derzeitige Geschäftsmodelle (insbesondere SEO/SEM) sich wieder auflösen oder anpassen müssen.
@gerlindy
Kompromiss: Armes altes Deutschland
Nichts geht mehr ohne Kompromiss. Wie wir doch schon von der Groß(artig)en Koalition verdorben sind.
Nette Replik von Ulrike Langer