OlbersD -
02.09.09 10:38
Ist ein Solardach eine rentable Geldanlage, und ist diese Form der Energieerzeugung ein Betrag zum Klimaschutz?
Dank der extrem hohen Förderung scheint Photovoltaik auf dem Dach in Deutschland auf den ersten Blick rentabel. Eine ernsthafte Alternative zu Atom- und Kohlestrom ist sie jedoch auf keinen Fall. Die Betreiber kleinerer Solaranlagen erhalten mehr als den fünffachen Preis (43 Cent/kwh) für den Strom im Vergleich zur Strombörse (8 Cent/kwh). Zusätzlich wird die Stromerzeugung noch steuerlich subventioniert (keine Mehrwertsteuer).
Der Strompreis wird nur deshalb nicht dadurch erheblich in die Höhe getrieben, weil der Anteil der Photovoltaik an der Stromerzeugung heute noch unter einem Prozent liegt. Der Anteil des "Dachstroms" in Privatbesitz ist praktisch zu vernachlässigen. Dabei müssen erneuerbare Energien, Wind und Wasser, nicht extrem viel teurer als Uran und Kohle sein. Würde tatsächlich ein nennenswerter Anteil des Stroms auf auf PV-Dächern produziert wäre der Strom unbezahlbar. Das EEG für Solarstrom ist ökologischer und ökonomischer Irrsinn!
Aber trotz der enormen Förderung rechnet sich die Sache immer noch nicht für den Stromerzeuger mit einer PV-Anlage auf dem Dach. Eine PV-Anlage mit einem Kilowatt Nennleistung, Leistung bei 25 Grad Celsius und 1000 Watt pro Quadratmeter Sonneneinstrahlung, erreicht im Jahresmittel nicht einmal ein Zehntel dieser Leistung. Von 24 Stunden ist die Anlage effektiv nur etwas mehr als zwei Stunden wirksam. In südlichen Ländern mit mehr Sonneneinstrahlung wäre der Ertrag wesentlich höher. Er ließe sich durch dem Sonnenstand nachführbare Module und eventuell mit Spiegeln verstärkter Sonnenstrahlung weiter erhöhen. In Deutschland scheint dies niemand zu interessieren.
Dabei gilt dies nur unter optimalen Bedingungen wie Dach nach Süden ausgerichtet, neue Solarzellen, nicht beschattet, nicht zu stark erhitzt, nicht mit Schnee bedeckt, ohne Verluste in Leitungen und bei der Umwandlung in 230 Volt Wechselspannung. Auf der anderen Seite sind die Kosten der Anlage höher als allgemein angenommen. Schon die PV-Module kosten viel Geld, Preise von ein bis drei Euro pro Watt Nennleistung, wie oft in der Presse zu lesen, sind illusorisch. Allein die Kosten für die Module sind so hoch, dass sich die Sache erst nach 10 Jahren lohnt. Aber es kommen noch erhebliche weitere Kosten hinzu, insbesondere für den Elektriker, der neben dem Dachdecker gebraucht wird und den "Zählerschrank" mit den Stromzählern (einer für die Stomeinspeisung vom EVU, einer für den Strom vom PV-Dach).
Fazit: Eine wirklich sichere Geldanlage auf einem Festgeldkonto bringt am Ende mehr Ertrag.
Erstaunlich ist nur, dass diese irrwitzige Förderung nicht von der großen Koalition kassiert wurde. Die Atomlobby ist wohl letztlich ganz zufrieden mit dem Gesetz, weil der teure Strom aus erneuerbaren Energien ein gutes Argument gegen den Atomausstieg liefert. Tatsächlich ist nur der Solarstrom extrem teuer und wirklich viel zahlen müssen die Energieversorgungsunternehmen auch nicht. Denn praktisch kein Strom fließt von deutschen Dächern.
Mit einem vernünftigen Mix aus bezahlbaren erneuerbaren Energien (Wind und Wasser) sowie der effizienten Stromerzeugung mit preiswerter Kohle und Energieeinsparung in allen Bereichen ist der Atomausstieg möglich, mit bezahlbarem Strom und gleichzeitiger Reduzierung der CO2-Emissionen entsprechend den internationalen Vereinbarungen, die Deutschland eingegangen ist.
In Europa sind nirgends so viele Solarzellen installiert wie ausgerechnet im geographisch eher ungeeigneten Deutschland. Offenbar läuft da etwas verkehrt.
de.wikipedia.org
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Dies ist keine "News" sondern lediglich "persönliche Meinung". Es gibt auch Studien die genau das Gegenteil belegen.
@ShAQ
Dies ist keine "News" sondern lediglich "persönliche Meinung". Es gibt auch Studien die genau das Gegenteil belegen.
Zur jeder Studie gibt es eine Studie die vermeintlich das genaue Gegenteil belegt.
Photovoltaik ist natürlich nicht grundsätzlich abzulehnen. Im Süden Europa und angrenzenden Regionen könnte mit PV-Anlagen wesentlich günstiger Solarstrom erzeugt werden. Dieser Strom könnte mit geringen Verlusten sogar nach Deutschland geleitet werden (Stichwort HGÜ).
Aber Solarstrom von deutschen Dächern ist ökonomisch nicht sinnvoll.
Also, wer kann es uns verraten, was Photovoltaik auf dem deutschen Dach wirklich kostet?
Ich behaupte unter 3000 Euro, sind die Module nicht zu haben. Dann sind die durch einen Hanwerksmeister (Dachdecker) zu montieren. Ferner ist ein Wechselrichter (DC -> AC 230 V, 50 Hz), ein Zählerschrank und ein neuer Zähler für den produzierten Strom erforderlich. Die Elektrik ist durch einen Handwerksmeister (Elektriker) zu installieren. Preise unter 4000 Euro pro Kilowatt Nennleistung sind reine Illusion. Ein kwp sind maximal 100 Watt im Jahresmittel!
Trotz der irrwitzigen Förderung ist dies für den Betreiber der Anlage kein gutes Geschäft. Der sollte besser ein paar Energiesparlampen und einen energiesparenden Kühlschrank und ein energiesparendes Auto kaufen. Damit spart er mehr für sich und die Emission an CO2 wird dadurch auch weit mehr reduziert als durch grüne Sysmbolpoltik.
Photovoltaik ist nicht verkehrt, aber warum in Deutschland? Die Übertragung von elektrischer Energie über tausende Kilometer mit Hochspannungsleitungen ist möglich. Dies geschieht auch tatsächlich bereits in China von den großen Wasserkraftwerken im Westen des Landes an die Ostküste. Mit der gleichen Technologie könnte Energie aus der Sahara nach Deutschland geleitet werden. Damit wird Stromerzeugung aus Sonne bezahlbar.
www.gruene.de
Wozu völlig auf billige Kohle verzichten? Klar, können in Deutschland die Wind- und Wasserkraft wie in den letzen Jahren weiter ausgebaut werden. Damit kann der Anteil der erneuerbaren Energien aus Deutschland auf etwa 30 Prozent bis 2010 gesteigert werden. Dazu können 15 Prozent Solarstrom aus dem Mittelmeerraum importiert werden. 30 Prozent der Energie kann durch höhere Effizienz bei Stromerzeugung und beim Verbrauch zum Beispiel durch sparsame Kühlschränke, Computer, Fernseher, Energiesparlampen oder Leuchtdioden gespart werden. Der Rest könnte mit der billigen Importkohle produziert werden. Autos setzen mit Erdgas weniger CO2 frei. Damit kann der Ausstieg aus der Atomkraft gelingen mit deutlich weniger CO2 und bezahlbarem Strom.
@ShAQ
Dies ist keine "News" sondern lediglich "persönliche Meinung". Es gibt auch Studien die genau das Gegenteil belegen.
Solarstrom in Deutschland ist möglich aber unwirtschaftlich. Die gleiche Photovoltaik Anlage bringt um so mehre Energie (Kilowattstunden) je mehr die Sonne scheint. In südlichen Ländern, etwa am Mittelmeer vermeidet die selbe Anlage damit auch eindeutig mehr CO2 als in Deutschland und zwar beträchtlich. Wer wirklich etwa für das Klima tun will darf die Anlagen daher nicht in Deutschland aufbauen sondern am Mittelmeer.
Die Grüne Anti-Atom-Politik ist unglaubhaft. Die Grünen erwecken zumindest den Eindruck als könne Kohle- und Atomstrom durch Solarstrom in Deutschland ersetzt werden.
Dies ist zwar rein theoretisch denkbar, nicht einmal 10 Prozent der Fläche Deutschlands würde genügen. Aber es gibt bei weitem nicht genügend Solarzellen und der Strom wäre dann unbezahlbar.
Schon viel besser wäre die Idee, den Solarstrom aus Südeuropa, der Türkei oder Nordafrika zu importieren. Dort würden schon deutlich weniger Solarzellen benötig und der Strom wäre damit auch erheblich billiger.
Aber es gibt auch in Deutschland erneubare Energien, die nicht viel teurer als Strom aus der Steckdose sein müssen. Dies ist vor allem die Wasser- und die Windkraft. Ferner kann erheblich Energie eingespart werden. Damit ist bezahlbarer Strom mit erheblich reduzierten CO2-Emissionen ohne Atomkraft möglich. Der Solarstrom in Deutschland ist aber ein Irrweg. Heute wird übrigens ein Drittel des Strom aus Atomkraft gewonnen und nicht einmal ein Prozent aus Solarstrom, enormer Förderung (EEG) zum Trotz.
Es gibt nicht den geringsten Zweifel daran: Solarzellen auf deutschen Dächern sind weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.
Es ist unmittelbar einleuchtend, dass die gleichen Solarzellen etwa am Mittelmeer deutlich mehr Ertrag bringen. Mindestens solange am Mittelmeer der Eigenbedarf noch nicht zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie gedeckt ist, kann es gar keinen Sinn ergeben die Solarzellen auf deutsche Dächer zu legen. Selbst wenn der Transport nach Deutschland einkalkuliert wird, ist Photovoltaik im Süden immer noch ökonomisch sinnvoller.
Hinzukommt, dass Solarzellen für eine optimale Ausnutzung der Sonne nachgeführt werden müssen, auf deutschen Dächern jedoch immer fest, also alles andere als ideal ausgerichtet, montiert werden.
Eine weitere Verbesserung könnte die Nutzung von preiswerten Spiegeln sein, die Sonnenlicht auf Solarzellen lenken.
Selbstverständlich sind Solarzellen auf deutschen Dächern ökologisch sinnvoll. Das geht schon aus der schlichten Tatsache hervor, daß sie nach ein paar Jahren die Energie zu ihrer Herstellung komplett ins Netz eingespeist haben und ab dann Strom ohne Ausstoß von Schadstoffen oder radioaktiven Hinterlassenschaften produzieren.
Natürlich ist der Ertrag in südlichen Ländern oder durch die Verwendung teurer Nachführapparaturen höher - und? Was soll uns das sagen? Der Ertrag auf dem Mond wäre ebenfalls höher als auf deutschen Dächern, eine ebenso nutzlose Erkenntnis!
Was die ökonomische Seite anbelangt: hier mit durchschnittlichen Börsen-Strompreisen zu rechnen, ist irreführend. Schließlich scheint die Sonne nichts nachts, wenn die Strompreise besonders niedrig sind...
Selbstverständlich sind Solarzellen auf deutschen Dächern ökologisch sinnvoll. Das geht schon aus der schlichten Tatsache hervor, daß sie nach ein paar Jahren die Energie zu ihrer Herstellung komplett ins Netz eingespeist haben und ab dann Strom ohne Ausstoß von Schadstoffen oder radioaktiven Hinterlassenschaften produzieren.
Natürlich ist der Ertrag in südlichen Ländern oder durch die Verwendung teurer Nachführapparaturen höher - und? Was soll uns das sagen? Der Ertrag auf dem Mond wäre ebenfalls höher als auf deutschen Dächern, eine ebenso nutzlose Erkenntnis!
Solange es in Los Angeles oder Shanghei noch freie Dächer gibt, ist es ökologisch und ökonomisch sinnvoller die Solarzellen dort aufzubauen. Dies gilt sogar, wenn sie aus Deutschland verschifft werden. Solarzellen von China in Deutschland zu importieren ist dagegen der totale Wahnsinn.
Natürlich ist der Ertrag in südlichen Ländern oder durch die Verwendung teurer Nachführapparaturen höher - und? Was soll uns das sagen?
Ganz einfach, dass es sinnvoller und auch besser für die CO2-Bilanz ist, sie in südlichen Ländern aufzubauen. Nachführapperaturen würden sich sogar in Deutchland rechnen. Die Nachführung bringt aber in südlichen Ländern noch mehr als in Deutschland. In Deutschland ist die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung wesentlich wirtschaftlicher.
Was die ökonomische Seite anbelangt: hier mit durchschnittlichen Börsen-Strompreisen zu rechnen, ist irreführend. Schließlich scheint die Sonne nichts nachts, wenn die Strompreise besonders niedrig sind...
Klar, ein Vorteil der Photovoltaik ist, dass der Strom hauptsächlich dann produziert wird, wenn im Tagesverlauf (leider nicht im Jahresverlauf) auch am meisten Strom nachgefragt wird. Aber etwa 40 Cent für die kWh zu zahlen (ohne Stromleitung) ist einfach ein Vielfaches des Marktpreises, soar am Tag. Am Ende bezahlt diesen Wahnsinn natürlich der Stromkunde.
Im Süden wäre übrigens auch der Unterschied zwischen Sommer und Winter weniger gravierend, noch ein Grund der dafür spricht die Photovoltaik auch im Süden einzusetzen.
Ja, ich sehe das so:
Ihc investiere 10.000 EUR in eine Gemeinschaftsanlage, 6 % rendite.
Mahct in 20 Jharen 120 % - habe also 12.000 EUR auf dme Konto (Zinseszins lassen wir mal weg!). Mien Kapital ist aber weiterhin in der Anlage drin, die vielleicht noch ein paar Jahre weiter läuft, vielleicht auch nicht. Aber mein Kapital bekomme ich am Ende der Laufzeit auf jeden Fall nicht mehr heraus.
Ich lege mein geld zu 2,5 % an, habe dann in 20 Jahren 5000 EURO aus Rendite + meine 10.000 EUR auch noch verfügbar - macht 15.000 EUR.
Also, ich weiß wirklich nicht, warum ich mir dann eine Photovoltaik Beteiligung kaufen soll - oder gibts Argumente, die mich eines Besseren belehren könn(t)en - vom Umweltgedanken mal abgesehen, rein rechnerschisch. !?
Habe Anngebot, muss bis zum 3.3. entscheiden !
Y.
@yiggibus,
das ist schwer zu beantworten, du wirfst oben in deinen Beitrag eine Rendite von 6% rein, also 12.000€, und unten bekommst du heraus, dass das weniger ist als 15.000 - was soll man da sagen. Wie kommten die 6% zustande? Hast du die Stromersparnis eingepreist - und zwar über 20 Jahre hin, in einem Zeitraum also, von dem du nicht weißt, wie der Strompreis sich entwickelt?
Ein weiteres Argument neben Ökologie und Rendite ist natürlich die Unabhängigkeit vom Allgemeinstrom. Vielleicht eine Marginalie - vielleicht auch nicht. Es kommt darauf an, wo das Haus steht, z.B. in einer von Unwettern, Schneestürmen oder Fluten bedrohten Gegend? Da ist ein gewisses Ausmaß von Energie-Autarkie natürlich nicht schlecht. Wer weiß, wozu das nochmal gut ist.
Und als Letztes: Ein terminiertes Angebot über einen solchen Betrag halte ich aus der Ferne - natürlich weißt du da besser bescheid - nur mit Einschränkungen für seriös.
Wenn du willst, wirf doch mal einen Blick auf www.sonnenstrom.de/photovoltaik-beratung - dort kannst du eine kostenlose, unverbindliche Beratung von Experten aus deiner Region bekommen. Die reagieren eigentlich immer sehr schnell - und wenn du angibst, dass die Zeit drängt, rufen sie dich bestimmt noch vor dem 2.3. an. Was du jetzt brauchst, sind in erster Linie Informationen.
Hoffe, ich habe dir geholfen!
Farlif
PS.: Oh weh, vertippt. Die Internetadresse, die ich dir geben wollte, lautet: www.sonnenstromrechner.de/photovoltaik-beratung, sorry. :)
Ich habe mich nicht dafür ausgesprochen Solarkraftwerke durch Atomkraftwerke zu ersetzen. Ich befürworte grundsätzlich Atomkraft durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Aber bitte nicht durch vollständige unwirtschaftliche Photovoltaik auf deutschen Dächern, sondern zum Beispeil durch Windkraftanlagen. Die sind, mindestens in Deutschland, wesentlich wirtschaftlicher. Photovoltaik könnte sich auch rechnen, aber natürlich zunächst dort wo wesentlich mehr Sonne scheint (Wüstengebiete).
Selbstverständlich müssen die Solarzellen der Sonne nachgeführt werden, um einen optimalen Ertrag und damit bezahlbaren Strom zu erzeugen. Mit günstigen Solartzellen (kleiner Preis pro kwp) könnte Photovoltaik sogar mit Atomenergie mithalten, allemal dann, wenn die Kosten fair unter Einbeziehung von Risiken, Forschungsförderung und Entsorgung bei weltweit steigenden Energiekosten kalkuliert werden.
Man könnte ja mal ausrechnen was uns der Solarstrom so kosten würde, wenn er tatasächlich die Atomenergie ersetzen sollte.
In www.agenda21-treffpunkt.de steht, dass die Reststrommenge, die nach 2005 noch an Atomstrom produziert werden sollte (ohne Laufzeitverlängerung) etwa 2,6 Billionen Kilowattstunden betrug. Eine Kilowattstunde Solarstrom kostet bis zu 40 Cent. Der Strom hätte also etwa eine Billion Euro gekostet. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass der Solarstrom nur am Tag (vor allem
im Sommer) produziert wird und daher eine Zwischenspeicherung mit weiteren Kosten erforderlich wird. Fazit: Solarstrom von deutschen Dächern ist keine bezahlbare Alternative für Kernenergie. Die Arbeitsplätze die angeblich durch die Solarenergie geschaffen werden ist kein Argument. Wenn der Staat irgendeine völlig nutzlose Tätigkeiten mit solchen Summen subventioniert entstehen zwangsläufig immer auch Arbeitsplätze. Noch lange kein Grund, Geld einfach zum Fenster hinauszuwerfen.
Die Subventionen für die Atomkraft sind in Summe auch nicht gering. Aber bei einer Förderung von 40 Cent pro kwh wäre Deutschland längst Pleite. Der Solarstrom ist nur deshalb bisher noch bezahlbar, weil die Produktion völlig unbedeutend ist und bis heute nicht einmal ein AKW ersetzt. Solarstrom kann Atomkraft nicht ersetzen, Windkraft durchaus. Statt das Geld für die Förderung unrentablen Stroms von deutschen Dächern aus dem Fenster zu werfen, sollte die Windenergie stärker gefördert werden.
Sorry, die absurde Fehlinterpretationen von aus dem Zusammenhang gegriffenen Informationen kommt nicht von mir. Für eine halbwegs objektive Betrachtung zur Wirtschaftlichkeit sind die Kosten pro "Strommenge" (physiakisch exakter elekrischer Energie, SI-Einheit Joule = Wattsekunde), meist in Cent pro Kilowattstunde angegeben, zu vergleichen. Der "Strompreis" in Cent pro kwh, den der Verbraucher zahlt, liegt natürlich erheblich höher als die Stromerzeugungskosten in einem
abgeschriebenen Kraftwerk, weil auch die Kosten für das Stromnetz, Bau der Kraftwerke und Stromleitungen sowie Verwaltungskosten und Gewinne hinzukommen. Für ältere Solaranlagen werden teilweise Preise von über 40 Cent pro kwh gezahlt, wohl gemerkt ohne Stromleitung. Dies ist der helle Wahnsinn, weil die Stromerzeugungskosten in einem konventionellen Kraftwerk (inklusive Baukosten) bei höchstem einem Zehntel davon liegen und sogar Strom aus Wind- oder Wasserkraft erheblich günstiger ist.
Die Tatsache, dass ein erheblicher Teil der Photovoltaik weltweit auf deutschen Dächern (fest montiert und nicht der Sonne nachführbar) landet, ist wirklich heller Wahnsinn. Es ist sofort einsichtig, dass dies überhaupt nicht sinnvoll sein kann. Natürlich würden diese Analgen weit aus mehr Energie erzeugen und damit auch CO2 vermeiden, wenn sie dort montiert würden, wo erheblich mehr Sonnenstrahlung auf die Erde trifft. Ferner ist es irrsinnig, die Solarmodule nicht der Sonne nachzuführen.
Die Kosten werden weiter in die Höhe getrieben, indem wenig wirtschaftliche Solarzellen eingesetzt werden. Wie oben ausgeführt sind entscheidend die Kosten in Cent/kwh und nicht die primär sogenannte Effizienz (Anteil der Strahlungsenergie der in elektrische Energie umgewandelt wird). Wenn mehr Effizienz durch weit höhere Kosten erkauft werden muss, ist es sinnvoller auf preiswertere Technolgien zu setzen, denn es gibt faktisch auf dieser Welt keinen Flächenmangel zur Sicherstellung der
Energeiversorgung der Menschheit.
Mal anders herum argumentiert: Die Förderung von Solarstrom ist immerhin unter 40 Cent/kwh gefallen. Klar, das ist irrwitzig viel, etwa eine Größenordnung mehr als konventionieller Strom. Aber immerhin rentiert sich die Sache (beinahe) unter mehr als suboptimalen Bedingungen. Deutschland ist geografisch ziemlich ungeeignet, wegen der Nähe zum Nordpol und noch mehr wegen der Bewölkung. Etwa in Kalifornien wäre mit weit höheren Erträgen zu rechnen. Ferner sind Solarzellen auf deutschen Dächern
fast immer fest (nicht der Sonne nachführbar) moniert. Durch eine Nachführung könnte mindestens 30 Prozent mehr Strom gewonnen werden. Schließlich gibt es bezogen auf die mit einem Euro zu gewinnende Strommenge (kwh) weit günstigere Module als sie auf den meisten deutschen Dächern zu finden sind. Alles in allem geht es viel, viel preiswerter als auf deutschen Dächern. Damit könnte Solarstrom, etwa in Kalifornien, sogar wirtschaftlich sinnvoll sein, ganz ohne irrwitze Subventionen wie in
Deutschland.