Schinzel -
23.11.09 12:45
Am Sonntag den 22.11.09 hat eine Streife der
Bundespolizei einen jungen Mann ausländischer Herkunft im
Regionalexpress 21078 im Bahnhof Flensburg festgestellt. Als der Mann
von den Beamten angesprochen wurde, verließ er plötzlich den Zug. Die
Bundespolizisten hielten ihn fest und kontrollierten den Mann auf dem
Bahnsteig. Da er sich nicht ausweisen konnte, sollte er zur
Dienststelle mitgenommen werden.
Auf dem Weg dorthin flüchtete der Mann jedoch über die Gleise und
versuchte zu entkommen. Trotz mehrmaliger Rufe stehen zu bleiben,
flüchtete er weiter. Die Bundespolizisten nahmen die Verfolgung auf.
Zwei Bundeswehrsoldaten beobachteten die Situation vom
gegenüberliegenden Bahnsteig aus. Als der flüchtende Mann auf sie
zukam, griffen sie beherzt ein und hielten ihn bis zum Eintreffen der
Bundespolizisten fest. Die Beamten bedankten sich bei den beiden
Soldaten für ihr couragiertes Eingreifen.
In der Dienststelle nahmen die Beamten zur Identifikation die
Fingerabdrücke des Mannes ab und überprüften diese. Dabei stellte
sich heraus, dass er marokkanischer Staatsangehöriger ist und der
Grund seines Fluchtversuchs wurde klar. Der 24-jährige Marokkaner
wurde schon einmal von der Bundespolizei aufgegriffen und sollte im
Juli 2009 über den Flughafen Frankfurt / Main nach Dänemark
zurückgeschoben werden. Er konnte jedoch fliehen und sich so der
Maßnahme entziehen. Seitdem hielt er sich unerlaubt im Bundesgebiet
auf.
Erste Ermittlungen ergaben, dass er auch von der dänischen Polizei
gesucht wird und von dort in sein Heimatland Marokko abgeschoben
werden soll. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt und mit dem
Ziel der Zurückschiebung nach Dänemark in Abschiebehaft genommen.
Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Flensburg dauern an.
- An Soldaten verhindern Flucht eines Marokkaners Twitter senden
- Mit Soldaten verhindern Flucht eines Marokkaners Facebook empfehlen
