mydecember -
14.02.10 14:46
Am 6. Februar veröffentlichte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter der Überschrift "Der schmale Grat zwischen Arbeit und Hartz IV" einen mehr als halbseitigen Berichtüber Berufe im Niedriglohnbereich. Unter Berufung auf Berechnungen des Karl-Bräuer-Instituts behauptet der Autor Sven Astheimer, dass das
sogenannte "Lohnabstandsgebot" in mehreren Wirtschaftszweigen nicht eingehalten wird. Das Gehalt, das in bestimmten Branchen gezahlt wird, liege zum Teil noch unter dem Hartz-IV-Anspruch des jeweiligen Arbeitnehmers.
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Eins stimmt jedoch: Wegen jahrelangem Lohndumping der Wirtschaft und des durch Hart IV erst erschaffenen Niedriglohnsektors lohnt sich Arbeit wirklich nicht mehr. Wer will wie in China für eien Hungerlohn schuften?
Mindestlohn jetzt!
Ja Mindestlohn jetzt, und Millionen neuer Arbeitslose! Yeah.
Ein Westerwelle hat kein Recht, diesen von der FAZ falsch dargelegten Fall für seine Argumentation zu nutzen. Denn er möchte sicherlich daraus ableiten, dass, damit sich das Arbeiten wieder lohne, der hartz iv-Satz gekürzt werden müsse. Dabei ist es gerade umgekehrt vonnöten: Die Dumpinglöhne müssen ein Ende haben.
Das "Totschlag-Argument": Hauptsache Arbeit, egal um welchen Preis, ist asozial.
Die Arbeit muss nämlich erstens sinnvoll sein, zweitens so entlohnt werden, dass man nicht noch einen zweiten Job benötigt, um über die Runden zu kommen.
Gerade die FDP ist mit dem Wahlspruch angetreten, dass sich die Arbeiten wieder lohnen müsse. "Mehr Netto vom Brutto"-Blabla. Westerwelle meint doch hoffentlich nicht damit, dass man den Unterschied zwischen Niedriglohn und Hartz IV-Satz auf eine Weise vergrößere, indem man den Sozialsatz kürze?
mehr netto vom brutto will die fdp ja auch durchsetzen, aber die CDU ist strikt dagegen.