20

YiGGs

Atommüll Endlager Gorleben: Öffentlich und transparent?

Avatar von KMR KMR - 02.03.10 06:47
Der Bund will das mögliche Atommüll-Endlager Gorleben weiter erkunden. Im Oktober 2009 versprachen Union und FDP: "Der gesamte Prozess wird öffentlich und transparent gestaltet". Im März 2010 sieht die Sache schon ganz anders aus.

Kommentare: (10)

  • von OlbersD - 16.03.10 23:43
    @KMR Das Thema Gorleben lockt doch heute keinen mehr auf die Straße. Hier diskutiert ja auch keiner. Das Endlager Gorleben wird aber nicht wirklich gebraucht, jedenfalls nicht, wenn es beim Atomausstieg bleiben soll. Der Atommüll lagert heute in verschiedenen Zwischenlagern und daran muss sich auf absehbare Zeit auch nichts zwingend ändern. Niemand behauptet, dass von diesen Zwischenlagern eine große Gefahr ausgeht. Die Kapazitäten der Lager sind ausreichend für den gesamten Müll, sofern die
    Nutzung der Kernenergie in Deutschland tatsächlich irgendwann mal beendet werden soll. Mehr als die Hälfte des gesamten Mülls (Ausstieg vorausgesetzt) lagert heute schon in den Zwischenlagern. Die Aktivität klingt ab, so dass die Gefahr auch langsam abnimmt.

  • von OlbersD - 28.07.10 14:20
    Ja, der Atommüll kann ohne weiteres einfach dort verbleiben wo er ist, nämlich zum Großteil in Zwischenlagern (in Kontainern, ähnlich Castor, in oberirdischen Hallen ) in der Nähe der Kernkraftwerke. Ich habe es hier schon mehrfach ausgeführt: Die beim radioaktiven Zerfall freigesetze Strahlung (überwiedend Alpha-, Beta- und Gammastrahlung) kann problemlos durch ein paar Meter Beton oder ähnliche Stoffe praktisch vollständig abgeschirmt werden. Solange die radioaktiven Stoffe aus den
    Behältern nicht entweichen, besteht keine Gefahr. Den Müll 1000 Meter und mehr unter die Erde zu verbringen ist daher völlig sinnlos. Bekanntlich strahl der Müll noch sehr lange, aber die Aktivität nimmt aber immerhin ab und nicht zu. Wenn die Stoffe in den Zwischenlagern derzeit sicher sind, gilt dies auch in zehn oder zwanzig Jahren. Handlungsbedarf entsteht erst, wenn vom gesetzlich festgeschriebenen Atomausstieg abgewichen wird, weil dann die Zwischenlager nicht mehr ausreichen.

  • von OlbersD - 28.07.10 14:35
    Genauer nachzulesen in de.wikipedia.org

  • von OlbersD - 28.07.10 14:39
    Nach einer Abklingzeit von einigen Jahren tritt praktisch nur noch Alpha- und eher energiearme Betastrahlung auf. Dies kann ohne weiters bereits durch die Behälter abgeschirmt werden.

  • von OlbersD - 28.07.10 14:42
    Die öffentliche Diskussion wird von allen Seiten mit irrationalen Argumenten und Falschbehauptung geführt. Dies gilt aber auch für die Befürworter der Kernenergie. Die Behauptung, eine Endlagerung in Gorleben sei dringend erforderlich ist eine solche Falschbehauptung.

  • von OlbersD - 28.07.10 14:49
    Zunächst ist es sinnvoll die radiaktiven Stoffe zwischenzulagern und dabei auf eventuelle Undichtigkeiten zu kontrollieren. Was dannach geschieht muss nicht dringlich entschieden werden. Es gibt aus meiner Sicht folgende Alternativen:


    Endlagerung in Bunkern (dezentral in der Nähe der Kernkraftwerke/Zwischenlager)


    Einlagerung in einem geeigneten Bergwerk (z.B. Schacht-Konrad, ohne Öffnung der Behälter - unnötiges Risiko)


    Verbringung ins Ausland etwa zur Wiederaufbereitung in Frankreich, England oder Russland.

  • von OlbersD - 28.07.10 14:58
    Zu beachten ist: Aus dem "Abfällen" kann durch Wiederaufbereitung Plutonium extrahiert und in AKWs zu Brennelementen oder Atombomben verwendet werden. Weiterhin ist der Bau "schmutziger Bomben" mit radiaktiven Stoffen denkbar. Die "Abfälle" müssen daher kontrolliert oder unwiederbringlich gelagert werden.

  • von OlbersD - 28.07.10 15:00
    Eines ist sicher: Die "Erkundung" von Gorleben ist sinnlose Verschwendung.

  • von OlbersD - 28.07.10 15:17
    Eine Falschbehauptung ist auch, dass der beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie irgned ein technisches Problem darstellt. Dies gilt jedenfalls uneingeschränkt, wenn nicht der sofortige und gleichzeitige Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert wird. Langfristig kann der Strom zum Großteil aus erneuerbaren Energien (vornehmlich aus Wind- und Wasserkraft und nicht aus in Deutschland unrentabler Sonnenenergie).

  • von KMR - 28.07.10 15:55
    @OlbersD


    Ich könnte mir schon vorstellen, dass das Thema zur Diskussion verleitet - aber sicher nicht, wenn Du hier Selbstgespräche führst. Bitte höre damit auf, sonst müssen wir einen Account sperren. Danke für Dein Verständnis.

atom-feed icon

Letzte YiGGs und TwiGGs

  • Profil von OlbersD besuchen
  • Profil von rocu besuchen
  • Profil von KMR besuchen
  • Profil von michaelreuter besuchen

Jetzt und später mehr von dieser Quelle: Hilfe

Mehr lesen zu diesen Themen: Hilfe

Debatte