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Psychologie: Vom Nutzen der Schwermut

Avatar von flockeYigg flockeYigg - 10.03.10 14:57
Es gibt eine Menge Umschreibungen für Schwermut. Charles Darwin kannte sie alle. Mal berichtete er von Anfällen, die ihn heimsuchten, mal von Unruhe und Herzrasen, von Atemnot und Kopfweh oder dem hysterischen Weinen, das ihn überkam, wenn seine Frau Emma nicht da war. Über Darwins Gebrechen ist endlos gerätselt worden; die Symptome sind mit allen möglichen Malaisen von Laktoseintoleranz bis zum Morbus Chagas erklärt worden. Doch Darwin selbst sorgte sich am meisten um seine psychische
Gesundheit.

Kommentare: (1)

  • von flockeYigg - 10.03.10 14:58
    Die gute Nachricht für Depressive könnte lauten: Sie denken extrem analytisch. Die schlechte Nachricht: Sie denken quälend langsam und fehleranfällig, was einen zum Wahnsinn treiben kann; irgendwann gibt auch der hartnäckigste Cortex auf. Trotzdem glauben Andrews und Thomson: "Wenn es die Depression nicht gäbe, würden wir Lebenskrisen weniger gut meistern." Anders ausgedrückt: Weisheit ist nicht billig zu haben, und der Preis dafür ist das Leiden.

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