OlbersD -
16.03.10 10:04
Sorry, das passt doch nicht zusammen. Auf der einen Seite die Laufzeiten der Kernkraftwerke bis Ultimo verlängern und auf der anderen Seite die Entscheidung über die Endlagerung endlos in die Länge ziehen.
Die Politik, vor allem die jetzige Bundesregierung, ist offenbar zu feige Entscheidungen zu treffen. Obgleich etwa Biblis A und B nach bisheriger Rechtslage bald stillgelegt werden müssen, diese aber offenbar weiterbetrieben werden sollen, gibt es dazu noch keine klare und eindeutige Entscheidung.
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Ich sage eindeutig, die Zeit ist reif für eine Entscheidung, Gorleben ja oder nein, klipp und klar und ohne wenn und aber. Auf ewig Geld in eine sinnlose Erkundung zu stecken oder gar weiterhin Geld in Gorleben für das Offenhalten, also nichts und wieder nichts, zu investieren ist toaler Quatsch.
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Wikipedia ist super, dann findet sich alles! Also - das Atomgesetz ist von Schwarz-Gelb bisher nicht angetastet worden. Die letzte Änderung stammt noch von der großen Koalition. Die Regierung schwafelt aber handelt nicht.
@lemontree180 @alle Warum eigentlich keine Endlagerung im Ausland statt endlos Geld in Gorleben zu versenken? Wenn ich es richtig sehe, dann steht das Atomgesetz in der heutigen Fassung dem nicht entgegen. Die Wiederaufbereitung im Ausland ist ausdrücklich untersagt, aber nicht die Endlagerung.
Ich sehe auch keine zwingende Notwendigkeit die Frage der Endlagerung heute abschließend zu entscheiden, allein die Entscheidung Gorleben ja oder nein ist kurzfristig zu treffen, um nicht Steuergeld weiterhin in Gorleben sinnlos zu verpulvern. Irgend einen Plan sollte aber irgendwie schon erkennbar sein, insbesondere, wenn die Regierung auf eine Verlängerung der Laufzeiten anstrebt.
Aber ist die Endlagerung denn wirklich ein so großes Problem? Ich behaupte eindeutig nein. Die Endlagerung ist nicht der entscheidnende Riskofaktor. Tschernobyl war kein Endlager. Wenn es beim Atomausstieg bleibt, wurde 2/3 des Atommülls, der je in Deutschland anfallen wird, bereits produziert. Dieser Müll lagert zu 2/3 heute schon in diversen Zwischenlagern, offenbar ohne für große Aufregung zu sorgen. Selbst fantische Gegner der Kernkraft sehen darin offenbar kein großes Gefahrenpotential.
Die Aktivität des Mülls wird mit der Zeit auch nicht größer sondern die Aktivität klingt im Gegenteil langsam ab (zumindest die kurzlebigen Spaltprodukte zerfallen). Warum sollte in Zukunft also eine Problem entstehen, wenn der Müll verbleibt wo er ist? Es gibt auch keinen zwingenden Grund den Müll in einem zentralen Lager endgültig zu entsorgen. Im Gegenteil führt dies doch zu einem erhöhten Risiko beim Transport. Ich behaupte der Müll könnte relativ oberflächennah, zum Beispiel in alten
Atombunkern (gegen Atomwaffen), endgültig eingelagert werden. Durch Abschmirmung mit einigen Metern Beton wird Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlung praktisch vollständig abgeschirmt. Eine Endlagerung viele hundert Meter unter der Erde ist in keiner Weise notwendig, führt auch nicht zu mehr Sicherheit und kostet nur jede Menge Geld.
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Die Gammastrahlung, die beim Zerfall von Zerfallsprodukten neben der Betastrahlung auftritt, ist am schwierigsten abzuschirmen, zehn Meter Beton können aber auch nicht durchdrungen werden. Am gefährlichsten sind daher gasförmige radioaktive Substanzen, die eventuell entweichen könnten. Solange der Müll in langfristig gasdichten Behältern aufbewahrt wird, besteht keine Gefahr.Die Energie der Strahlung und damit Reichweite ist bei langlebigen Zerfallsprodukten geringer, so dass die Gefahr im
Laufe der Jahre abnimmt.
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Bei der Kernspaltung entstehen aus Uran-235 (Massenzahl 235, Ladungszahl 92, Neutronenzahl 143) unterschliedliche Kerne, die meisten etwa bei den Massenzahl 90 und 145.
Die langlebigen Isotope (vor allem Sr-90 und Cs-137) sind reine Beta-Strahler. Die Stralung wird von wenigen Zentimetern fast aller Feststoffe praktisch vollständig abgeschirmt. Eine Gefährdung kann daher praktisch nur eintreten, wenn diese Stoffe entweichen. Da Strontium und Cäsium wasserlösliche Salze bilden können, ist vor allem das Eindringen von Wasser möglichst zu vermeiden. Salz erscheint daher als Endlagerstätte als eher ungeeignet.
Neben den Spaltprodukten enthält der Atommüll auch Uran (U-235 und U-238 Alphastrahler) und Plutonium (Pu-239, Alphastrahler). Die Halbwertszeiten sind extrem lang und die Aktivität (nicht wesentlich höher als in natürlichen Uranvorkommen) ist daher eher gering. Die Alphastrahlung wird vollständig abgeschirmt. Die Freisetzung von Uran und plutonium sollte vermieden werden, was jedoch eher unproblematisch erscheint.
Dann gibt es auch noch die weiteren Zerfallsprodukte in der Zerfallsreihe des Urans, wie sie auch bei natürlichen Uranvorkommen auftreten. Gefährlich ist dabei das gasförmige Radon. Aber das gibt es auch in natürlichen Vorkommen von Uran.
@rocu Sag doch auch mal was dazu.
@OlbersD Ist doch klar was mit dem Müll passiert - ab nach Russland
"Praktisch fällt dann kaum Abfall an und alles wird den Kernkraftwerken wieder zugeführt" (ironie)
@OlbersD Ist doch klar was mit dem Müll passiert - ab nach Russland
"Praktisch fällt dann kaum Abfall an und alles wird den Kernkraftwerken wieder zugeführt" (ironie)
Tolle Idee, wir nennen die "Wiederaufbereitung" einfach "Recycling" und schon haben wir kein Problem mehr. Aber die Idee ist wohl nicht ganz neu und wohl auch nicht ernst gemeint. Aber ich wollte mal wissen, ob du es ähnlich siehst wie ich: Die "Endlagerung" ist ein Scheinproblem, jedenfalls wenn es beim Ausstieg bleiben soll. Wenige Meter Abschirmung genügen bereits die Strahlung sicher abzuschirmen, allemal die hauptsächlich auftretende Betastrahlung. Allein,
die Fässer müssen dicht sein. Der Müll ist ja auch bereits in Zwischenlagern, die hinreichend sicher sind und für die nächsten 25 Jahre ausreichen. Für mich ist Gorleben daher vor allem Geldverschwendung, die eigentlich sofort gestoppt werden sollte ebenso wie die unsinnige Förderung von Solarenergie auf deutschen Dächern, die um ein Vielfaches teurer ist als Wind- und Wasserkraft.
Eigentlich gibt mir ja sogar der Minister Röttgen (ungewollt) recht, wenn er von 25 Jahren redet. Damit gibt es ja zu, in den nächsten 25 Jahren wird die Endlagerung nicht gebraucht. Aber warum dannach? Ich behauptet die Behälter, eventuell irgendwie verstärkt oder tiefer gelegt, könnten noch beliebig lange in den Zwischenlagern bleiben. Die Notwendigkeit für eine Endlagerung entsteht nur, wenn die Kernenergie auch nach 25 Jahren noch genutzt werden soll, was aber angeblich Röttgen gar nicht
möchte.
@OlbersD Ist doch klar was mit dem Müll passiert - ab nach Russland
"Praktisch fällt dann kaum Abfall an und alles wird den Kernkraftwerken wieder zugeführt" (ironie)
Ich halte die Endlagerung (nicht Wiederaufbereitung) im Ausland für eine Option, aber nicht unbedingt für die beste. Die einfachste Lösung ist die Zwischenlager zu Endlagern zu machen.
Vollkommen inakzeptabel ist jedenfalls die Position der Bundesregierung. Die Laufzeiten sollen verlängert werden, aber die Frage wohin mit dem Müll bleibt "ergebnisoffen". Damit sind aber auch die Kosten für Zwischen- und Endlagerung nach oben offen. Die Zwischenlagerung noch tausend Jahre fortzusetzen, ist bestimmt nicht kostengünstig. Es ist einfach nicht vertretbar nach vier Jahrzehnten der Nutzung der Kernenergie zu sagen, wir wissen zwar immer noch nicht wohin mit dem Müll,
aber wir produzieren mal weiter und hoffen (Eignungshöffigkeit) auf Gorleben. Wenn es nicht zweifelsfrei feststeht, ob Gorleben geeignet ist, dann müssen auch Alternativen untersucht werden oder die Nutzung der Kernenergie rasch beendet werden.
Bleibt es beim Atomausstieg wie heute gesetzlich festgeschrieben (ohne Laufzeitverlängerung), kann die Frage nach der Endlagerung in etwa 10 Jahren, nach der Stillegung der AKW, angegangen werden. Die Zwischenlager sind bis dahin ausreichend und der meiste Müll ist eh schon da. Die Frage wohin mit dem Müll aus Forschung und Medizin ist beantwortet - Schacht Konrad.
Die Fakten: Nur noch ein Fünftel des Stroms in Deutschland stammt von AKW. Dieser Strom muss daher nicht durch irrwitzig teuren Solarstrom ersetzt werden. Am durch geringeren Verbrauch, etwa mit energiesparenden Geräten (Energiesparlampen, Kühlschränke, ...) und Vermeidung von Enerigeverschwendung (abschalten nicht benötigter Geräte). Weiterhin können moderne Kraftwerke mit der gleichen Menge Kohle (CO2-Emission) deutlich mehr Energie gewinnen und die Abwärme kann zm Heizen benutzt werden.
Gleiches gilt für Gaskraftwerke. Schließlich kann erheblich mehr Energie aus Wind- und Wasserkraft gewonnen werden.
Billig ist Atomstrom nur im Vergleich zum irrwitzig teuren Solarstrom. Alternativen wie Kohle- und Gas und mit Einschränkung Wind- und Wasserkraft sind keineswegs erheblich teurer. Werden die nach oben offenen Kosten der Endlagerung berücksichtigt, ist Atomkraft wahrscheinlich sogar noch wesentlich teurer und bestimmt nicht besonders preiswert. Die Atomkraft erscheint nur günstig, weil die Kosten künftigen Generationen aufgebürdet werden.
Es bleibt festzuhalten: Die Frage der Endlagerung ist nicht geklärt, insbesondere ist die Eignung von Gorleben noch offen. Dies sagen nicht etwa nur die Atomkraftgegner, sondern auch die jenigen, die Laufzeiten verlängern aber zugleich keine alternativen Standorte erkunden wollen.
Die Atomenergie ist ohnehin nicht wesentlich kostengünstiger als die Alternativen Kohle, Gas, Wind- und Wasserkraft. Werden die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung berücksichtigt ist wahrscheinlich das Gegenteil der Fall. Die Kosten der Lagerung könnten sogar noch erheblich steigen, wenn Gorleben sich in zwanzig Jahren als ungeeignet erweisen sollte. Die Atomenergie ist damit nicht zuletzt ein Kostenrisiko. Statt Milliarden mit der Laufzeitverlängerung einzunehmen, könnte dies am Ende
Milliarden kosten.
Also Leute, denkt doch auch einmal selbst nach!
Ein Atomkraftwerk ist eigentlich von der Technik ziemlich ähnlich einem Kohlekraftwerk. Allein der "Brennstoff" unterscheidet sich wesentlich. Uran ist in der Tat sehr billig, muss allerdings erst einmal zu Brennstäben mit angereichertem Uran-235 verarbeitet werden. Die "Asche" ist aber bei Atomkraftwerken viel gefährlicher und eine sichere Endlagerung für mindestens zehntausend Jahre ist notwendig. Die schädlichen Abgase in Kohlekraftwerken können zum größten Teil
ausgefiltert werden. Eventuell sogar CO2 (CCS).
Importkohle kostet pro Kilo auch nur etwa 8 Cent. Soviel günstiger kann die Atomkraft gar nicht sein, wie uns das bestimmte Leute glauben machen wollen.
Die Brennstoffkosten für eine Kilowattstunde elektrische Leistung betragen bei Importkohle in einem modernen Kraftwerk (Effizienz 0,45) ungefähr 2 Cent. Ich möchte daher stark bezweifeln, dass Atomkraft wirklich kostengünstiger sein kann.
Ja, das errechnet sich wie folgt: Brennwert 9 kwh/kg, elektrische Energie 0,45 x 9 kwh/kg = 4 kwh/kg, Stromerzeugungskosten für Brennstoff: 8 (Cent/kg) / (4 kwh/kg) = 2 Cent/kwh. (1 kwh = 1000 Watt x (60 x 60s) = 3600000 Joule)
Deutsche Steinkohle ist allerdings erheblich teurer und die Brennstoffkosten sind längst nicht alle Kosten. Etwa die Hälfte der Stromkosten (abgesehen von Steuern) sind Kosten für das Stromnetz, Kraftwerke müssen erst einmal gebaut werden und Personal wird auch benötigt. All diese Kosten entstehen auch bei Atomkraftwerken, mindestens in gleicher Höhe. Also was ist an Atomkraft besonders preisgünstig - nichts, jedenfalls wenn die Kosten für Zwischen- und Endlagerung einbezogen werden.
Atomenergie ist nicht billig, aber Photovoltaik auf deutschen Dächern erst recht nicht. Strom aus erneuerbare Energien ist teurer, aber Wind- und Wasserkraft ist längst nicht so teuer wie Solarstrom in Deutschland.
Leider werden diese Tatsachen von allen politsichen Parteien, Gegnern und Befürwortern der Kernenergie, falsch dargestellt und teilweise geleugnet. Erstaunlich ist, dass gerade die Grünen, die Atomkraft als besonders gewinnbringend, wenn auch nur für die Konzerne, darstellen. Diese Argumentation ist völlig wirr und widersprüchlich. Könnte tatsächlich mit der Atomenergie Strom sehr viel günstiger produziert werden, würden davon letztlich auch die Stromkunden profitieren, sofern der Wettbewerb
verschiedener Anbieter funktioniert. Wenn die Kunden davon nicht profitieren, aber die Konzerne hohe Gewinne einfahren, sollte der Wettbewerb verbessert werden, dann könnte am Ende auch die Verbraucher vom billigen Atomstrom profitieren. Das funktioniert aber nicht, weil die Voraussetzung falsch ist! Atomstrom ist eben nicht so billig wie gerade auch von Grünen immer wieder behauptet. Aber die Argumentation von Schwarz-Gelb ist auch absurd. Auch sie gehen (stillschweigend) von der gleichen
falschen Voraussetzung, dem billigen Atomstrom aus und wollen Milliarden mit einer Brennelementesteuer in die Staatskassen bringen.
Klar, kann der Staat mehr Geld einnehmen, wenn er auf die Stromerzeugung höhere Steuen erhebt. Die Zesche zahlt nach marktwirtschaftlichen Prinzipien am Ende der Stromkunde. Aber Schwarz-Gelb ist doch angetreten mit dem Ziel, die Steuern zu senken und nicht um Steuern zu erhöhen. Ist das ernstgemeint, darf natürlich auch keine Brennelementesteuer eingeführt werden. Das ist nämlich eine Steuererhöhung!
Offenbar glauben die Schwarzen und die Gelben, die Atomkraft sei so unpopulär, dass eine solche Steuer nicht kritisiert wird. Dann aber gleichzeitig die Laufzeiten bliebig auszuweiten ist schon ein Witz.
Nur ist die grüne Position genauso verlogen, wenn ein Zusammenhang der Kosten der Stromerzeugung (EEG, Solarstrom) und der Stromkosten verleugnet wird.
Atomkraft ist teurer als Kohle, ohne jeden Zweifel, auch ohne die Kosten für Zwischen- und Endlagerung oder gar einen denkbaren schweren Unfall. Erneuerbare Energien kosten mehr als Kohle, Kernenergie (ohne Endlagerung) und Gas, daran gibt es auch nichts zu deuteln. Aber die Kosten für Wind- und Wasserkraft liegen immerhin deutlich unter den Kosten für Photovoltaik in Deutschland. Photovoltaik ist schlicht unbezahlbar.
Umrechungsfaktor: 10 Euro/MWh = 1 Cent/kwh
Fazit: Der Ausstieg aus der Kernenergie ist möglich, die Stromversorgung wäre dadurch in keiner Weise gefährdet und Kohlekraftwerke sind auf Dauer sogar preiswerter als AKW.
Teuer ist vor allem Solarstrom aus Deutschland. Es völlig ausgeschlossen die AKW durch deutschen Solarstrom zu ersetzen, weil der Strom damit unbezahlbar wäre und eine Versorgung rund um die Uhr nicht gewährleistet wäre.
Es gibt allerdings durchaus Regionen der Erde mit weit aus mehr Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter im Jahresmittel als Deutschland. Dort könnte die Stromerzeugung mit Photovoltaik und eventuell auch solarthermischer Kraftwerke mindestens mit Windkraftanlagen konkurieren.
Es gibt eindeutig keinen zwingenden Grund an der Kernenergie dauerhaft festzuhalten oder die Laufzeiten zu verlängern. Die Versorgungssicherheit kann auch ohne AKW sichergestellt werden, ohne jeden Zweifel, wie die zeitweisen Ausfälle nach Störfällen bereits eindeutig gezeigt haben. Atomkraft ist keinesfalls kostengünstiger als Strom aus Kohle. Unter Berücksichtigung der Kosten für Rückbau und Entsorgung der verbrauchten Brennelemente ist Kernenergie eindeutig teurer. Die Entsorgung bedeutet
ein erhebliches Kostenrisiko, weil das Endlager Gorleben nicht zweifelsfrei geeignet ist und Alternativen derzeit nicht bestehen.
Eindeutig für die Kernenergie spricht allerdings, dass Strom ohne CO2-Emissionen produziert werden kann und zwar sehr viel kostengünstiger als mit Photovoltaik in Deutschland. Der Strom kann, nach dem Bau neuer AKW, im Prinzip wie in Frankreich weitgehend aus Atomkraftwerken gewonnen werden. Allein Wind- und Wasserkraft können in Deutschland zu vergleichbaren Kosten und weitgehend CO2-frei erzeugen.
Wenn langfristig Strom weitgehend CO2 gewonnen werden soll, geht dies mit Wind- und Wasserkraft (siehe Österreich) oder Atomkraft (siehe Frankreich). Die Idee ausgerechnet im sonnenarmen Deutschland Strom aus Photovoltaik gewinnen zu wollen, ist komplett schwachsinnig und unbezahlbar.
Meine Meinung: Wer ohne Not, zwingende Gründe gibt es wirklich nicht, die Laufzeiten verlängern möchte, der muss nach Jahrzehnten endlich eine Antwort auf die Frage geben, wohin mit dem Atommüll. Wenn das Endlager Gorleben nicht ohne wenn und aber geeignet ist, müssen auch Alternativen ernsthaft geprüft werden. Kohle ist sogar noch billiger als Atomstrom und weltweit für lange Zeit in ausreichenden Mengen verfügbar. Also gibt es keine zwingenden wirtschaftlichen Gründe für die Kernenergie.
Offenbar möchte Schwarz-Gelb Haushaltslöcher mit einer Brennelementesteuer stopfen. Dies ist aber wahrlich kein akzeptables Argument für Laufzeitverlängerungen. Alternativ könnte auch eine höhere CO2-Steuer auf Kohle erhoben werden.