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Unions-Fraktionschef: Kauder rügt Ex-Verfassungsrichter für Atom-Gutachten - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

Avatar von OlbersD OlbersD - 02.09.10 10:51
Seltsam, Politiker rügen ehemaliger Verfassungsrichter. Egal - Fakt ist, die KKW-Laufzeitverlängerung kann, wenn überhaupt, nur mit einfacher Mehrheit des Bundestags beschlossen werden und diese Entscheidung ist damit ebenfalls durch einfache Mehrheit im Bundestag mit einer neuen Regierung rückgängig zu machen. Diskussionen über mehr als vier Jahre sind daher abwegig. Ökonomisch ist eine Laufzeitverlängung, jedenfalls um mehr als vier Jahre, ohnehin nicht notwendig, daran lässt auch das
Gutachten der Bundesregierung nicht den geringsten Zweifel.

Kommentare: (14)

  • von OlbersD - 02.09.10 10:51
    Auf der anderen Seite, substanzielle Laufzeitverlängerung ohne Erklärung der Endlagerfrage ist unverantwortlich.

  • von OlbersD - 02.09.10 11:53
    Eben, das Theme Atom- oder Kernenergie regt doch heute schon kaum noch jemand wirklich auf. Sarazin und Stuttgart 21 sorgen für deutlich mehr Diskussionen. Die Grünen haben zunehmend Probleme die Demonstraten zusammenzutrommeln. Die meisten Demonstraten sind doch Berufsdemonstranten, die eigentlich gegen alles, Kohle, Atom, Strommasten, Google, grüne Gentechnik und so weiter auf die Straße gehen, Hauptsache demonstrieren. Daher sollte die Sache wirklich mal vorurteilsfrei und nüchtern
    betrachtet werden.


    Es gibt, jenseits vom Geschrie der Grünen, objektive Gefahren und auch Kostenrisiken der Kernenergie. Die Frage der Endlagerung und vor allem deren Kosten ist in Deutschland völlig ungelöst. Es gibt kein Endlager, dass irgend jemand als eindeutig geeignet bezeichnen könnte. Gorleben soll noch Jahrzehnte "ergebnisoffen erkundet" werden. Weil niemand weiß, was die Endlagerung kosten wird, ist die Kernenergie ein Kostenrisiko für künftige Generationen. Ein schwerer Unfall, der auch
    nicht völlig ausgeschlossen werden kann, wäre ebenfalls mit immensen Kosten verbunden.

  • von OlbersD - 02.09.10 12:05
    Das Geschwätz über die Milliarden, die Atombosse mit der der Kernenergie machen, ist zum Großteil unbegründet. Die logische Konsequenz daraus wäre ihnen diese Gewinne wieder abzunehmen, aber nicht die KKW stillzulegen, wenn sich aus diesen tatsächlich solche Gewinne erwirtschaften ließen. Aber das ist alles Quatsch, weil spätestens mit der Endlagerung sich die vermeintlichen Gewinne in Verluste verwandeln. Liebe Leute, was ist denn so teuer an einem Kohlekraftwerk im Vergleich zu einem
    Atomkraftwerk? Denkt doch selber mal nach!

  • von OlbersD - 02.09.10 23:33
    @kmr,@rocu,@lacuna, @alle Na, habt ihr euch schon was dazu überlegt?

  • von lacuna - 02.09.10 23:44
    Wieso? Die Endlagerung muss in der Rechnung enthalten sein. Insofern sehe ich nicht, dass das Kohlekraftwerk teurer wäre.

  • von OlbersD - 02.09.10 23:52
    Dass auch Kohle eine Brückentechnologie sein könnte und preiswerten Strom liefern kann, bestreiten selbst die Atombosse in ihrem Appell nicht, sondern führen die Kohle sogar als solche ausdrücklich auf. Aber warum verzichten wir nicht auf die gefährliche Atomenergie mit dem Müll ohne Endlager und verfeuern lieber ein wenig mehr Kohle?

  • von OlbersD - 02.09.10 23:56

    Wieso? Die Endlagerung muss in der Rechnung enthalten sein. Insofern sehe ich nicht, dass das Kohlekraftwerk teurer wäre.



    Deine Argumentation scheint ein wenig wirr. Die Endlagerung des Atommülls macht die Atomenergie und nicht die Kohleverstromung teuer oder spielst du auf CCS, die Entsorgung des CO2 an?

  • von lacuna - 03.09.10 01:09
    Nein, die Endlagerung des Atommülls muss in der Kostenrechnung für Energie aus Kernkraft enthalten sein, wodurch sie aufgrund der langen Halbwertzeit in jedem Fall teurer wird als die Energie aus Kohlekraftwerken. Ich bezog mich auf deine Frage, warum Kohlekraftwerke teurer seinen - das sind sie doch gar nicht.

  • von OlbersD - 04.09.10 14:07
    @lacuna klar, war von mir auch eher als rhetorische Frage gemeint. Aber die Grünen zum Beispiel, erzählen doch immer die Atombosse machen Milliarden mit den KKW und deren Laufzeitverlängerung. Ich sage dazu: Eindeutig Quatsch - mit Kohle könnten die viel mehr Kohle machen.

  • von lacuna - 04.09.10 21:36
    Nicht dauerhaft. Irgendwann ist die Kohle ja mal alle - Und die umsetzung des Kohlenstoffes in Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid ist auch nicht hilfreich. Es gibt genug Ansätze für neue (oder im Fall des Videos / siehe Link, sogar Kombinationen zwischen Kohleverbrennung und erneuerbarer Energie) und sicher langfristig viel gewinnbringender Stromerzeugung, als sie die Kohleverbrennung darstellt. Mein Favorit, die Algen. (Video ist interessant)

  • von OlbersD - 05.09.10 10:27
    Ich will Kohle ja auch nur als Brückentechnologie. Es ist absurd die Risiken der Kernenergie weiter in Kauf zu nehmen, wenn es andere wirtschaftlich vertretbare Alternativen, nach meiner Auffassung sogar ökomisch günstigere Alternativen gibt. Die gibt es, die Kohleverstromung. Langfristig bis 2050 sollte die Kohleverstromung weitgehend durch Wind- und Wasserkraft ersetzt werden. Das ist technisch ohne weiteres möglich, nur nicht so kurzfristig. In der Chemie (ohne Kernreaktionen) bleibt
    Kohlenstoff immer Kohlenstoff. Theoretisch könnte aus CO2 eine Kohlenstoffverbindung oder wieder Kohle gemacht werden. Aber da solche in der Regel zu CO2 verbrennen, ist dazu so viel Energie erforderlich, so dass sich dies nicht lohnen kann. Zur Verhinderung des Austritts des CO2 bleibt nur die Speicherung in Lagerstätten. Die Kohlevorräte reichen noch hunderte von Jahren, so dass wir uns darum heute eigentlich keine Gedanken machen brauchen.

  • von OlbersD - 05.09.10 10:51
    Also nochmal, Atomkraft als Brückentechnologie, ist Quatsch, weil es preiswertere Alternativen gibt. Allein die Kohle kann nicht dauerhaft wie heute genutzt werden, weil sonst die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ansteigt. Deshalb darf Kohle nur eine Brückentechnologie sein. Aber die Kernenergie könnte durchaus dauerhaft weiter betrieben werden, wie dies viele Länder auch planen. Um die Endlichkeit der Uranvorräte, würde ich mir heute keine Gedanken machen. Uran ist ja heute extrem billig,
    gemessen am Energieinhalt. Wäre Uran wirklich so knapp, wäre nach den Gesetzen der Marktwirtschaft deutlich teurer und dann gibt es auch noch die Wiederaufbereitung.


    Also entweder, es bleibt beim beschlossenen Ausstieg und die Kohle wird noch einige Jahrzehnte als Brückentechnologie genutzt oder wir steigen wieder in die Nutzung der Kernenergie ein, natürlich auch mit neuen Kernkraftwerken. Ein Endlager erkunden wir ja ohnehin.


    Alles andere ist genauso schwachsinnig und ein deutscher Sonderweg wie ausgereichnet im sonnenarmen Deutschland jede Menge Solarzellen aufs Dach zu legen. Auch andere Länder benötigen keine Kernenergie für ihre Stromerzeugung, Beispiel Polen und Österreich und die produzieren deutlich weniger CO2 pro Kopf als Deutschland (ja auch Polen, trotz Steinkohle).

  • von OlbersD - 05.09.10 11:13
    Zur Zukunftstechnologie: Es gibt natürlich viele technische Neuentwicklungen, die eventuell zur wirtschaftlichen und regnerativen Energieerzeugung dienen könnten. Ein vernünftige und verantwortungsvolle Planung sollte aber von den heute verfügbaren und wirtschaftlich nutzbaren Technologien ausgehen. Wenn diese durch noch bessere Lösungen ersetzt werden können, um so besser.


    Wind- und Wasserkraft sind erneuerbare Energien, die heute bereits in erheblichem Umfang und mit vertetbaren Kosten arbeiten. Die Windenergie alleine könnte in einigen Jahrzehnten bereits ausreichend Strom für ganz Deutschland liefern. Wasserkraftwerke können auch zur Speicherung elektrischer Energie dienen (Pumpspeicherkraftwerk). Dies macht sie besonders wertvoll zur Nutzung in Kombination mit Windkraftanlagen, die zunächst keine kontinuierliche Stromversorgung sichern können.

  • von OlbersD - 05.09.10 11:20
    Also, wo ist das Problem? Für einige Jahrzehnte nutzen wir noch die Kohle, möglichst Steinkohle in neuen effizienten Kraftwerken, da dies mit den geringsten Belastungen mit CO2 verbunden ist. Bis 2050 bleibt genug Zeit die Stromversorgung weitgehend auf CO2-freie Wind- und Wasserkraft umzustellen (natürlich nur, wenn wir heute anfangen zu bauen).

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