10

YiGGs

Die Vorratsdatenspeicherung der letzter Strohhalm der FDP

Avatar von OlbersD OlbersD - 27.12.11 20:40 In jedem zweiten Krimi fragt der Kommisar, wer zuletzt mit dem Mordopfer gesprochen, gemailt oder gechattet hat. Geht es nach der FDP, kann die Frage nicht beantwortet werden, wenn das Opfer nicht zufällig als terrorverdächtig galt. Ein Schwachsinn - sogar die EU ermahnt Deutschland diesen Unsinn bleiben zu lassen. Aber die FDP hat leider kein anderes Thema mehr.

Kommentare: (31)

  • von OlbersD - 27.12.11 20:56 Die Aufregung ist auch völlig unsinnig. Die ach so schreckliche Vorratsdatenspeicherung gab es schon zu Zeiten der guten alten Post. Damals (ohne Flatrate) wurden die Daten auch zur Abrechnung gebraucht. Heute könnten die Telekommunikationsunternehmen theoretisch auf diese Daten verzichten, nicht aber die Polizei.

  • von OlbersD - 27.12.11 20:58 Es werden auch keine Inhalte gespeichert sondern nur wer, wann, wo, wen kontaktiert hat.

  • von OlbersD - 27.12.11 21:03 Die Daten werden auch nicht für alle Ewigkeit gespeichert und natürlich darf nicht jeder zu jedem Anlass darauf zugreifen, sondern nur Polizei und Staatsanwaltschaft bei schweren Straftaten oder Verdacht darauf. Wie und unter welchen Voraussetzungen dies geschehen kann, sollte durch ein Gesetz geregelt werden, dass aber im Justizminiterium noch nicht ausgearbeitet wurde.

  • von OlbersD - 28.12.11 09:50 @nansy willst du mir nicht einmal widersprechen?

  • von OlbersD - 28.12.11 09:57 Dabei ist die gesetzlich regulierte Überwachung durch den Staat wirklich nicht das Problem. Auch wenn die Vorratsdatenspeicherung (ist sie ja dank Scharri oder?) verboten bleibt, kann niemand sicher sein, dass die Daten und noch viel mehr (auch Inhalte) nicht doch gespeichert werden. Bei der Telekom zum Beispiel: Wer garantiert, dass die Daten nicht doch gespeichert werden?

  • von OlbersD - 28.12.11 10:04 Wer im Internet eine Seite aufruft benutzt dabei seine IP-Nummer, die er von seinem Provider (Telekom, Untymedia, Kabelcom, ...) erhalten hat. Die IP kann aber auch von einem einfach Programm auf dem Server des Anbieters abgefragt werden. Es können also leicht Datensammlungen angelegt werden, von jedem der eine eiegene Website hat, mit den IPs, und Datum und Uhrzeit zu dem eine Seite aufgerufen wurde.

  • von OlbersD - 28.12.11 10:11 Es gibt wahrlich mehr Probleme als nur die Vorratsdaten. Schnarri sagt es ja selbst. Nur wirklich etwas getan hat sie wohl noch nicht.

    newsburger.de

  • von OlbersD - 28.12.11 10:19 Siehe auch:

    newsburger.de

  • von OlbersD - 28.12.11 10:42 Aber das wäre ja wohl ein Witz, wenn diese lachhafte FDP sich mit ihrer Blockade durchsetzt. Für die Grün-Gelbe-Koalition wird es nach der Wahl auch nicht reichen, wetten dass!

    newsburger.de

  • von OlbersD - 28.12.11 21:53 SPD und Union wollen die begrenzte Vorratsdatenspeicherung wie sie auch die EU fordert. Daher wird sie auch kommen. GRÜNE, Linke, Priraten und die FDP haben nun einmal keine Mehrheit. Mal abgesehen davon, ist die Vorstellung einer Koalition dieser Parteien ziemlich skurril.

  • von nansy - 28.12.11 22:23 @OlbersD - "Die ach so schreckliche Vorratsdatenspeicherung gab es schon zu Zeiten der guten alten Post."
    Das ist nicht Dein ernst, oder? Habe lange nicht mehr so eine dreiste Simplifizierung der Problematik mit der Vorratsdatenspeicherung gelesen! Das ist würdig unserem Innenminister vorgetragen zu werden.

  • von OlbersD - 28.12.11 23:13 @nansy Doch - natürlich ist das mein Ernst. Die Vorratsdaten, also wann, wer, wo (ist im Festnetz ja ziemlich eindeutig mit der Nummer verknüpft) mit wem telefoniert hat, genau das wurde zu Abrechnungszwecken gespeichert, in der guten alten analogen Zeit mit der staatlichen (auch im Westen), deutschen Post mit ihren Beamten. Natürlich konnte bei Verdacht auf schwere Straftarten auch die Polizei auf diese Daten zugreifen.

  • von meinefinanzanlagen - 01.01.12 23:21 ich muss einfach noch einmal ...
    Die Daten die bei der Vorratsspeicher erhoben werden sind (wären) viel mehr und viel weiter nutzbar.
    Wie bereits gesagt, je Aufruf einer Webseite würde gespeichert und wäre auswertbar. Es würde jede URL eine Webseite festgehalten. Alleine damit ist es möglich weiterreichende Nutzerprofile zu erstellen. Das braucht der Staat nicht! Für nichts.
    Und die EU hat überhaupt keine Ahnung, wie alle Politiker von diesem Thema keine Ahnung haben.
    Das so einige diese Möglichkeit gerne hätten und nutzen würden, kann jeder verstehen. Bloss unterstützen sollten wir Sie da nicht bei.
    Ich kenne nicht einen Grund wofür die Speicherung gut sein soll. Ich würde gernen mal eine genannt bekommen. Mit Nachweisen etc.

    Wenn die Speicherung kommt wird der Tag kommen an dem wir das alle bitter gereuen!
    Das ist natürlich nur meine Meinung.

    "Friedhöfe liegen voll mit guten Vorsätzen!"

  • von OlbersD - 02.01.12 09:57 @meinefinanzanlagen Sie haben da mal wieder eine Kleinigkeit verdreht. Ersetze "Vorratsdaten" oder "Vorratsspeicher" durch "Daten, die über die Vorratsdaten hinaus auch noch gepeichert werden oder gespeiechert werden könnten" und ersetzen sie "keine" durch "eine", dann stimmts.

    Der Staat braucht in der Tat keine Profile von unverdächtigen und unbescholtenen Bürgern. Die kann er auch trotz Vorratsdaten nicht erstellen. Bei privaten sieht es anders aus und die brauchen die Vorratsdaten dazu nicht.

  • von nansy - 02.01.12 11:50 @meinefinanzanlagen - es wird immer eine große Gruppe (leider) von Leuten geben, die sich nur bei gefühlter totaler staatlicher Kontrolle wohl fühlen und es wird immer eine etwas kleinere Gruppe von Leuten geben, die dieses Konzept im Sinne des Staates propagieren!

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 11:57 So ist es wahrscheinlich leider! Aber dann können wir die Demokratie doch gleich abschaffen.

  • von nansy - 02.01.12 12:07 Eine Demokratie hängt wesentlich von einer freien Presse ab. Die haben wir - meiner Meinung nach - schon lange nicht mehr. Ob beim Thema Überwachung, Energie, Klima oder Sanitarismus - es wird überwiegend nur das berichtet, was mainstream ist. Ich behaupte nicht, dass die Medien staatlich zensiert sind, aber sie berichten nur das, was dem Konzern genehm ist. Ausnahme ist bis jetzt das Internet, aber dem versucht man ja schon beizukommen. So kann eine Demokratie auf Dauer nicht funktionieren.

  • von OlbersD - 02.01.12 12:13 @nansy es wird immer eine große Gruppe von Leuten geben, die wegen gefühlter totaler staatlicher Kontrolle Vorratsdaten ablehnen. Aber die Gruppe von Leuten, die deshalb FDP wählen ist deutlich kleiner (zum Glück). Die Kampagne der FDP geht nicht auf!

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 12:14 Wie kommen Sie darauf, dass nur IP Adressen gespeichert werden sollen? Wenn die politischen Anforderungen erfüllt werden sollen, muss mindestens jede Verbindung, die jeweilige Anwendung (Internet Protokoll) und Webseiten jede URL gespeichert werden.
    In einer Mail steht auch nicht die IP Adresse drin, Um die Kommunikationsbeziehung aufzunehmen muss der Header der Mail ( IP Layer 7 / Anwendung) gespeichert und wahrscheinlich ausgewertet werden. Wie sieht es dann mit privaten Mailserver aus? Bekomme ich als Betreiber eines Mailservers und einer Webseite eine Auflage mir teuere Hardware anzuschaffen?

    An die Möglichkeiten die IP v6 der Überwachung bietet will ich hier überhaupt nicht denken.
    Oder an die Überwachung der Personen direkt über die Kombination von unterschiedlichen RFID Chips mit denen wir alle bereits ausgestattet sind.
    Das könnte so erklären, die Polizei und Militär wissen direkt wer in der Nähe eines Verbrechens oder der terroristischen Tat gewesen ist.
    Die Möglichkeiten, die technische Realisierbarkeit sogar die sichere Ablage wären ohne Probleme möglich.
    Doch wer will das wirklich?
    Ich könnte noch einige Projekte aus dem letzten Jahr aufzeigen, welche Direkt die freie Verbreitung von Meinung und Wissen im Internet bombardiert haben.
    Denken wir nur an das leidige Thema Elena. Wozu muss der Staat zum Beispiel wissen, wie oft ich Krank war oder ob ich bei der Gewerkschaft tätig bin?

    Ich will überhaupt niemand überzeugen, doch geben Sie mir doch nur einen Grund wofür der Staat diese Daten erheben, speichern und potentiel auswerten muss.

  • von OlbersD - 02.01.12 12:19 Das Fernsehen ist (leider) keine freie Presse sondern ÖR. Die Zusammenhänge werden in der Presse und auch im ÖR-Fernsehen nicht objektiv dargestellt. Eigentlich sollte das ÖR dies schon leisten.,Es wird ja mit erheblichen staatlichen Mitteln finanziert (Erzählt mir nicht, die GEZ-Gebühren seinen keine Steuern).

  • von OlbersD - 02.01.12 12:24 Also wie das Internet im Prinzip funktioniert. Jeder bekommt von seinem Provider (Telekom, Untymedia, Kabel..., ...) eine weltweit eindeutige Adresse zugeteilt, die IP. So was könnte zum Beispeil im ÖR-Fernsehen, das wir alle bezahlen, mal verständlich für Jedermann erklärt werden.

  • von OlbersD - 02.01.12 12:31 Wenn wir im Browser (Internetexploren, Firefox, ...) eine Adresse (URL) aufrufen, werden Daten von einem Rechner, irgendwo auf der Welt (Cloud), abgerufen. Von welchem Rechner (IP-Server). von wem (IP-Benutzer) und auch die Daten können im Prinzip dauerhaft gespeichert werden. Die Kapazität moderner Festplatten (Speichermedien) ist sehr groß.

    Wenn die Leute solche Dinge im Prinzip wüßten, könnte auch in der Politik darüber debattiert werden.

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 12:33 Das hat es doch alles schon gegeben! Aber wozu soll der normal Bürger das Wissen oder gar verstehen?
    Das was der Benutzer wissen muss ist das er sich halt nicht anonym im Internet bewegt! Das der Staat und große private Internet-Firmen wie google und facebook alles von den Menschen wissen wollen.
    Und google und facebook benötigen noch nicht einmal die IP Adresse dazu.

    Und warum sollen wir das nun alles zulassen und gut finden?

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 13:00 Wie gesagt, hat es im TV schon oft gegeben! Ist heute sogar Programm in Schulen. Für wäre aber viel wichtiger, dass die Politik versteht worum es geht!
    Wie bereits die IP Adresse ist nur ein Teil der Speicherung!

  • von OlbersD - 02.01.12 13:10 Dass die Politiker in den zuständigen Ministerien es verstehen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Allerdings habe ich bei der Miniterin der FDP so meine Zweifel.

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 13:13 Ja genau wie bei Finanzkrise! ;-)))
    Ein Spielball...

    Aber bin jetzt raus, ich muss niemand überzeugen.

    Einen Grund habe ich noch immer nicht gehört!

  • von OlbersD - 02.01.12 13:21 Zum Glück gibt es Google und Wikipedia, da kann man einfach suchen nach Begriffen wie Vorratsdaten, IP, URL, Internetprovider, ...

    @meinefianzanlagen tipp doch bei Google "Gründe für Vorratsdatenspeicherung" ein. Werde ich auch mal machen.

  • von OlbersD - 02.01.12 13:27 -- Aus Wikipedia --
    Die Vorratsdatenspeicherung wird mit der Notwendigkeit zur Kriminalitätsbekämpfung und der Terrorismusbekämpfung begründet. Zur Begründung der Richtlinie über die Vorratsdatenspeicherung wird auf die beträchtliche Zunahme elektronischer Kommunikation in den letzten Jahren hingewiesen. Sowohl wissenschaftliche Untersuchungen, als auch praktische Erfahrungen in mehreren Mitgliedstaaten zeigten, dass Daten über die Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel ein notwendiges und wirksames Ermittlungswerkzeug für die Strafverfolgung, insbesondere in schweren Fällen, wie organisierter Kriminalität und Terrorismus, darstellten. Deswegen müsse gewährleistet werden, dass diese Daten den Strafverfolgungsbehörden für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stehen. Wegen neuer Geschäftsmodelle wie Pauschaltarifen, Prepaid- und Gratisdiensten würden Verkehrsdaten von den Betreibern nicht in demselben Umfang gespeichert wie in früheren Jahren. Dies erschwere den Behörden die Erfüllung ihrer Pflichten im Zusammenhang mit der Verhütung und Bekämpfung der organisierten Kriminalität und des Terrorismus. Straftäter könnten miteinander kommunizieren, ohne befürchten zu müssen, dass die Strafverfolgungsbehörden ihnen durch Auswertung der Daten auf die Spur kommen.

    Konkret wird argumentiert, bei der Aufklärung der Anschläge von Madrid im Jahr 2004 etwa hätten Telekommunikationsdaten einen entscheidenden Beitrag geleistet. Zum Schutz des Lebens potenzieller Opfer von Terroranschlägen und anderer Straftaten müssten alle verfügbaren Mittel ausgeschöpft werden. Auch zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch, organisierter Kriminalität, Rechtsradikalismus und Phishing sei eine Vorratsdatenspeicherung erforderlich.

    -- Zitat Ende ---

    Reicht das?

    Zum Glück gibt es Google und Wikipedia, da kann man einfach suchen nach Begriffen wie Vorratsdaten, IP, URL, Internetprovider, ...

    @meinefianzanlagen tipp doch bei Google "Gründe für Vorratsdatenspeicherung" ein. Werde ich auch mal machen.

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 13:29 Ich kann auch tausend Gründe dafür aufzählen!
    Wie lang soll ich die Liste machen? Ich meinte staatlichen und gesellschaftlichen Nutzen!

    Ich möchte Wissen für welche Verbrechen die Daten in der Vergangenheit erfolgreich genutzt worden sind.

    Ein letzten noch zur IP Adresse. Diese werde heute ausserhalb der Vorratsspeicherung noch/schon gespeichert. Früher wurden die Daten tatsächlich zur Abrechnung benötigt, heute in Zeiten von Flats ist das eigentlich nicht mehr notwendig. Wird aber getan.
    Oder was meinen Sie wie die Internet-Abmahner die Personen zum Abmahnen herbekommen?

  • von OlbersD - 02.01.12 13:49 Wenn die Kunden eine feste IP bekommen, braucht die IP nicht bei jedem Vorgang gespeichert zu werden. Die IP des Kunden der zum Beispeil im Online-Shop einkauft, kann ganz einfach vom Shopbetreiber auf dem Server (ohne Telekom, ...) abgefragt werden.

  • von meinefinanzanlagen - 02.01.12 14:07 Soll ich eine Gegenstudie erstellen und bei Wiki einstellen? Von diesen Dokumenten sind nach dem 11.9 ganz viele erstellt worden. Wegen dem bösen Terror müssen wir alle Menschen überwachen, so vollständig wie möglich. Verschlüsselung wird verboten!

    Sie glauben wahrscheinlich auch, dass die USA die Swift-Daten der EU (alle Bankbewegung ausserhalb des eigenen Landes) für die Terrorabwehr nutzt!?

    In Deutschland haben die meisten Benutzer keine feste IP Adresse! Im Normalfall ändert sich die Adresse einmal täglich. Das könnte sich mit IPv6 ändern. Wir man arbeitet daran, dass zu vermeiden. Feste und registrierte IP Adresse haben meinst nur Firmen.

    In China wird die Kontrolle übrigens hervorragend durchgeführt und das sollte doch unser Vorbild sein!


    Vielleicht schreibe ich einmal einen Bericht, wie das Internet Funktioniert. Es scheint tatsächlich Interesse vorhanden zu sein und die Notwendigkeit gegeben.

atom-feed icon

Letzte YiGGs und TwiGGs

  • Profil von krumbacher1 besuchen
  • Profil von tobias_kolesnyk besuchen
  • Profil von meinefinanzanlagen besuchen
  • Profil von borussia04 besuchen
  • Profil von webbr besuchen
  • Profil von kallekanone besuchen
  • Profil von phantadu besuchen
  • Profil von gamersecke besuchen
  • Profil von OlbersD besuchen
  • Profil von wortler besuchen

Jetzt und später mehr von dieser Quelle: Hilfe

Mehr lesen zu diesen Themen: Hilfe

Debatte