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Wulff Frage - und wer stellt die Merkel-Frage?

Avatar von OlbersD OlbersD - 06.01.12 11:23 Diese Kampagne in Bild. Bams und Glotze gegen den Bundespräsidenten ist lächerlich. Abgesehen von ein paar Hinterbänklern, die offenbar auch mal ins Fernsehen oder die Bildzeitung kommen wollen, fordert niemand ernsthaft den Rücktritt. Die Kampagne ist nämlich völlig substanzlos. Jedenfalls im juristischen Sinn ist Wulff nichts vorzuwerfen. Ein Rücktritt des Bundespräsidenten wäre auch nicht im Interesse von Deutschland. Ein zweiter Rücktritt innerhalb von nur zwei Jahren wäre peinlich für Deutschland und zudem kostet die Neuwahl auch Geld, das wahrlich sinnvoller ausgegeben werden könnte.

Kommentare: (18)

  • von OlbersD - 06.01.12 11:30 Diese Umfragen, was die Leute von Wulff halten sind auch substanzlos. Die meisten haben sich ja gar nicht ernsthaft mit der Frage befasst. wenn sie nicht einmal das Interview angesehen haben.

  • von OlbersD - 06.01.12 11:39 Die Frage nach Frau Merkel wäre viel interssanter als nach dem Bundespräsidenten, der ja ohnehin keine große politische Macht besitzt. Die Frage wäre bei Frau Merkel auch durchaus berechtigt, denn ihre schwarz-gelbe Koalition verfehlt nach Umfragen die 40 Prozent Marke klar und zwar schon seit Monaten. Die FDP ist seit der Bundestagswahl auf ein Fünftel ihrer Anhängerschaft eingebrochen. Damit stellt sich doch die Frage nach der Legitimation der Bundesregierung und nicht nach der des Bundespräsidenten.

  • von OlbersD - 09.01.12 12:53 Ok, inzwischen gibt es ein paar Leutchen, die gegen den Präsidenten protestieren. Das Motiv dürfte aber auch in diesem Fall klar sein. Da wollen ein paar Leute unbedingt ins Fernsehen oder die Bildzeitung.

  • von phantadu - 09.01.12 13:34 Witzig finde ich, dass die ausgerechnet das islamische Symbol dafür benutzen. Denn es ist Wulff, der sich ganz stark und auch mutig vor die hier lebenden Muslime stellt und unter anderem deswegen soviel Wut von Rechten auf sich zieht. Das soll also eine doppelte Ohrfeige sein... wie billig! Sie hätten schließlich auch mit faulen Eiern werfen können...

  • von OlbersD - 10.01.12 10:41 Die Medienkampagne gegen Wulff ist in jedem Fall völlig bescheuert. Ein Rücktritt würde das Ansehen Deutschlands ganz bestimmt mehren und kostet am Ende nur Geld. Wulff kann ein Gesetzesverstoß nicht vorgeworfen werden. Er will nach eigenem Bekunden nicht zurücktreten und er kann dazu auch nicht gezwungen werden. Damit hat sich die Sache erledigt.

    de.wikipedia.org

  • von phantadu - 10.01.12 10:48 Wenn Wulff bliebe, wäre das die offizielle Einladung für alle Politiker, jeden Anstand in den Müll zu treten. Da brauchste dann nur noch die Hand aufhalten, und für den Politik machen, der die dicksten Köfferchen zu dir bringt... nene, Wulff muss schon weg. Aber all diejenigen, die an der Sache beteiligt sind, sind kein bisschen besser. Aber das interessiert die Medien nicht. Und genau darum ist das ganze so verlogen.

  • von OlbersD - 10.01.12 10:54 Liebe Phanta, wenn ich deiner Logik folge, sollten wohl alle Politiker zurücktreten. Aber wer sollte ihnen dann nachfolgen?

  • von OlbersD - 10.01.12 11:04 Linke für Amtsenthebung - ich lach mich tot

    www.handelsblatt.com

  • von phantadu - 10.01.12 11:13 Wie wärs denn mit dem bilbischen "Die Stärksten werden die Schwächsten sein"? Und damit ungekehrt. Lasset die geistig Armen und Kindelein zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich... Sehet die Vögel, sie säen nicht, sie ernten nicht... verstäscht?

  • von OlbersD - 11.01.12 10:35 Jetzt mal ehrlich, im Internet werden doch alle relevanten Fragen zur "Kredit-Affäre" detailiert für jeden Interessierten beantwortet. Was wollt ihr denn noch?

    www.redeker.de

  • von OlbersD - 14.01.12 15:22 Jetzt aber mal ehrlich, wen interessiert das überhaupt?

  • von OlbersD - 14.01.12 18:44 Ich habe den Link erst nach längerem Suchen auf der Website des Bundespräsidenten gefunden. In der Presse habe ich ihn nirgends gefunden - komisch.

  • von phantadu - 14.01.12 18:56 Das ganze wäre eine gute Chance, mal grundsätzlich über die Aufsteigermentalität hierzulande zu debattieren. Da ist nämlich überall der Wurm drin. Egal wo, werden die Opportunisten nach oben befördert, weil man sich derer Loyalität sicher sein kann. Aber da der Fokus nur auf Wulff ist, der nichts anderes tut, als viele Millionen Vorteilsnehmer oder Vorteilsanstreber auch, fehlt mir einfach der Bezug zur ehrlichen Aufarbeitung. Aber ich find es gut, dass das mal Thema ist. Nur... an Wulff alleine mache man dieses Mafiasystem bitte nicht fest. Es ist das Spiel der Reichen und Mächtgen... und willste was werden, musst du nun mal "flexibel" sein....

  • von OlbersD - 14.01.12 19:05 Wulff ein Aufsteiger? So was habe ich der Glotze auch schon mal gehört.

    Auf der Website des Bundespräsidenten steht:

    -- Zitat
    "Christian Wulff wird am 19. Juni 1959 im niedersächsischen Osnabrück als zweites Kind von Rudolf und Dagmar Wulff geboren. Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium legt er das Abitur ab. Christian Wulff engagiert sich früh als Schülersprecher, Studentenvertreter und in den Jugendverbänden Schüler Union und Junge Union.

    Von 1980 bis 1986 studiert Christian Wulff Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt an der Universität Osnabrück. 1987 leistet er sein Referendarexamen in Hannover, danach sein Referendariat am Oberlandesgericht Oldenburg und legt 1990 sein Assessorenexamen in Hannover ab. 1990 tritt Christian Wulff in eine Rechtsanwaltskanzlei ein.

    1986 wird Christian Wulff für die CDU Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück, von 1989 bis 1994 ist er deren Fraktionsvorsitzender. Christian Wulff bleibt Ratsmitglied bis 2001. 1994 wird er in den niedersächsischen Landtag gewählt. Im März des Jahres wird er Fraktionsvorsitzender, im Juni Landesvorsitzender seiner Partei in Niedersachsen. 1998 wird Christian Wulff zu einem der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU gewählt."

    -- Zitat Ende --

  • von OlbersD - 14.01.12 19:11 Anders als Schröder hat er doch eine klassische akademische Karriere, Abitur und Jurastudium, gemacht. Das ist doch total normal für einen Politiker oder?

  • von phantadu - 14.01.12 20:17 Aufsteiger in der CDU. Wer finanziert denn Wahlkämpfe und Parteien? Und wie wird Politik gemacht? Da musst du schon gefällig sein, oder wie er einfach schon in diese Welt hineingewachsen sein. Für ihn ist es normal, darum fehlt ihm auch jedes Unrechtsverständnis. Und bei all dem, was ich schon erlebt habe, ist das auch normal. Der kleine Arbeitnehmer ist zurecht entrüstet. Aber wie gesagt: Ich begreif nicht, warum das, was eigentlich im Zusammenspiel mit Reichen normal ist, bei ihm angeprangert wird.

  • von OlbersD - 14.01.12 20:22 Aufsteiger in der CDU?
    --Zitat --

    Christian Wulff engagiert sich früh als Schülersprecher, Studentenvertreter und in den Jugendverbänden Schüler Union und Junge Union.

    -- Zitat Ende --

  • von phantadu - 14.01.12 22:51 Und ich hatte bei der SPD in jungen Jahren mehrere Ämter und bin nicht bayrische Ministerpräsidentin!

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