OlbersD -
26.06.12 11:59
Tatsächlich kann niemand plausibel erklären wie die radioaktiven Substanzen, etwa Cäsium-137, aus über 700 Metern Tiefe an die Oberfläche gelangen sollten. sofern sie nicht mutwillig heraufgeholt würden. Eine Gefahr besteht also nicht. Warum sollte das Zeugs an die Oberfläche befördert werden, wenn es nicht einmal ein Endlager gibt? mehr bei asse2.de
Während der Betreiber des Asse-Bergwerkes sich an den Ideen der Konzept-Skizze interessiert zeigte, kamen bald erste kritische Anfragen aus der Bevölkerung: Kann man die Asse-Lauge ins Meer lassen? Ist es nicht einfacher, die Kammern mit Beton zu verfüllen? In der Öffentlichkeit besteht Bedarf, über den Umgang mit der Asse zu diskutieren.
von OlbersD -
26.06.12 12:30
Exakt, wenn alle noch verbliebenen Hohlräume und der Schacht selbst mit Beton verfüllt werden, kann eigentlich nichts passieren. Ob Wasser eindringt oder nicht ist dann zweitrangig.
von OlbersD -
26.06.12 12:43
Tatsächlich gelangt weit mehr Radioaktivität durch noch im Betrieb befindliche AKW in die Nordsee, als in der Lauge enthalten ist. Trotzdem erscheint die Idee abwegig, die Lauge ins Meer zu schütten. Die Lauge könnte in den Beton gemischt werden mit dem alles verfüllt werden könnte.
von OlbersD -
26.06.12 18:38
Die in der Asse gelagerte Aktivität (radioaktive Zerfälle pro Sekunde) ist eher gering im Vergleich zur Aktivität, die in einem AKW jährlich produziert wird.
Wir rechnen dies einmal aus für ein AKW mit einem Gigawatt elektrischer Leistung. Die thermische Gesamtleistung ist etwa dreifach so groß. Die Zahl der Spaltungen ergibt sich duch Division durch die bei der Spaltung freigesetzten Energie von etwa 200 MeV.
Pro Spaltung entstehen zwei Kerne. Hätten diese alle eine Halbwertszeit von 30 Jahren, ergäbe sich eine Gesamtaktivität
die tausend mal höher ist als die Aktivität der in der Asse eingelagerten Stoffe.
von OlbersD -
26.06.12 18:41
Jetzt erklärt mir einmal, wieso sollte es besser sein die Stoffe an der Erdpberfläche zu lagern?
von OlbersD -
26.06.12 19:12
Völlig irre ist ja die Idee extra einen neuen Schacht zu graben, um das giftige Zeuge wieder raufzuholen. Warum nicht den vorhandenen Schacht benutzen?
Aber auf der anderen Seite zeigt dies doch: Der Schacht kann ohne weiteres dicht gemacht (vollständig mit Beton verfüllt) werden. Selbst wenn da tatsächlich noch irgendwas herauskäme von der Radioaktivität, könnte das Zeugs ja immer noch ausgegraben werden.
von OlbersD -
12.10.12 16:50
Wenn es wirklich nötig sein sollte, könnte ein "Rettungsschacht" auch binnen einiger Wochen entstehen.
von OlbersD -
13.10.12 18:34
Aber bei den Beamten des Bundesamts für Strahlenschutz gehts nicht so schnell.
"Der Bericht nennt aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein Datum für den Beginn der Rückholung von 2036. Zu den bestehenden Rahmenbedingungen stellten die Teilnehmer eines behördenübergreifenden Fachworkshops zur Asse bereits im Januar 2012 fest, dass Änderungen bei diesen Rahmenbedingungen nötig sind, um die Stilllegung der Asse zu beschleunigen."
Während der Betreiber des Asse-Bergwerkes sich an den Ideen der Konzept-Skizze interessiert zeigte, kamen bald erste kritische Anfragen aus der Bevölkerung: Kann man die Asse-Lauge ins Meer lassen? Ist es nicht einfacher, die Kammern mit Beton zu verfüllen? In der Öffentlichkeit besteht Bedarf, über den Umgang mit der Asse zu diskutieren.
Wir rechnen dies einmal aus für ein AKW mit einem Gigawatt elektrischer Leistung. Die thermische Gesamtleistung ist etwa dreifach so groß. Die Zahl der Spaltungen ergibt sich duch Division durch die bei der Spaltung freigesetzten Energie von etwa 200 MeV.
Pro Spaltung entstehen zwei Kerne. Hätten diese alle eine Halbwertszeit von 30 Jahren, ergäbe sich eine Gesamtaktivität
(2 * (ln(2) / 30) * 3.0e9 * watt) / (200 * Mev) = 4.32628488 × 10^18 hertz
die tausend mal höher ist als die Aktivität der in der Asse eingelagerten Stoffe.
Aber auf der anderen Seite zeigt dies doch: Der Schacht kann ohne weiteres dicht gemacht (vollständig mit Beton verfüllt) werden. Selbst wenn da tatsächlich noch irgendwas herauskäme von der Radioaktivität, könnte das Zeugs ja immer noch ausgegraben werden.
Siehe zum Beispiel Chile:
www.focus.de
"Der Bericht nennt aufgrund dieser Rahmenbedingungen ein Datum für den Beginn der Rückholung von 2036. Zu den bestehenden Rahmenbedingungen stellten die Teilnehmer eines behördenübergreifenden Fachworkshops zur Asse bereits im Januar 2012 fest, dass Änderungen bei diesen Rahmenbedingungen nötig sind, um die Stilllegung der Asse zu beschleunigen."
Mindestens 24 Jahre!