Schleusungszeiten der Ernst-August-Schleuse deutlich verkürzt

Avatar von Schinzel Schinzel - 11.07.12 17:35 Heute haben Dr. Bernd Egert, Staatsrat für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Claudia Flecken, Mitglied der Geschäftsleitung der Hamburg Port Authority, Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der igs 2013 und weiteren Gästen aus dem maritimen Umfeld auf einer gut besuchten Pressefahrt die maritime Anfahrt zum Gelände der Internationalen Gartenschau getestet. Ab dem kommenden Jahr können auch die Gartenschaubesucher per Barkasse von den Landungsbrücken bis zum neu erbauten Anleger am Wilhelmsburger Rathaus schippern. Die Hamburg Port Authority konnte jetzt die Schleusungszeiten auf rund 11 bis 19 Minuten verkürzen.



Staatsrat Dr. Bernd Egert: „Mit der Barkasse zur Internationalen Gartenschau – das ist eine zusätzliche Attraktion, die zu Hamburg passt und sicher Gäste wie auch Hamburgerinnen und Hamburger begeistern wird. Es freut mich, dass es der HPA gelungen ist, die Schleusungszeiten zu verkürzen und so die Anfahrt auch für die Barkassenbetreiber attraktiv zu machen.“



Claudia Flecken, Mitglied der HPA-Geschäftsleitung: „Die Ernst-August-Schleuse ist ein besonderes Bauwerk: Sie verbindet Stadt und Hafen, Wirtschafts- und Freizeitnutzung. Wir freuen uns, dass wir durch den Bau und den Betrieb der neuen Schleuse, einen weiteren Beitrag für das zukünftige Miteinander von Wirtschaft, Freizeit und Wohnen in Wilhelmsburg leisten konnten. Und dass es uns im Dialog mit den Nutzern gelungen ist, ein optimiertes Nutzungskonzept zu erarbeiten.“



Heiner Baumgarten, Geschäftsführer igs 2013: „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. So wird schon die Anfahrt von der Hamburger City mit der Barkasse nach Wilhelmsburg zu einem attraktiven Erlebnis - direkt ins grüne Herz der größten bewohnten Flussinsel Europas zum Anleger an der igs 2013 schippern und dabei das einzigartige maritime Flair der Hansestadt Hamburg genießen.“

Auch die Nutzer der Kanalroute – Barkassenbetreiber, Motorbootschiffer, Ruderer und Kanuten – freuen sich über die stark verkürzten Schleusungszeiten. So hoffen vor allem die Anbieter solcher Touren und die Wirte von Ausflugsgaststätten wieder auf gute Geschäfte, nachdem einige Schiffsunternehmer im Frühjahr angekündigt hatten, keine Touren durch den Ernst-August-Kanal nach Wilhelmsburg mehr anbieten zu wollen.



Hubert Neubacher, Geschäftsführer von Barkassen-Meyer Touristik GmbH & Co. KG und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „igs Schiff“: „So sind solche Anfahrten für die Ausflugsschifffahrt plötzlich wieder interessant geworden. Jetzt müssen wir deren Attraktivität für alle schmackhaft machen und die Nachfrage für solche Touren ankurbeln.“



Damit die ersten Schiffe den neuen Anleger am Rathaus Wilhelmsburg ansteuern können, stehen noch einige Arbeiten an: Um den Barkassen eine ausreichende Wassertiefe und Durchfahrtshöhe zu garantieren, müssen erst noch der Aßmannkanal entschlammt und zwei Brücken über die Rathauswettern fertiggestellt werden. Diese Arbeiten schließt der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer bis zum Jahresbeginn 2013 ab.



Hintergrund Ernst-August-Schleuse: Mit dem Neubau der Ernst-August-Schleuse hat die Hamburg Port Authority (HPA) eine Schlüsselstelle des Hochwasserschutzes für Wilhelmsburg „wasserdicht“ gemacht. Sie führt zwischen Spreehafen und Ernst-August-Kanal etwa 100 Meter weiter östlich durch den Klütjenfelder Hauptdeich als die alte Schleuse und schließt den Deichring der Elbinsel - angepasst an die aktuelle Schutzlinie von 8,10 Meter NN. Die Kammer der neuen Schleusen hat eine Länge von ca. 48 Metern. Derzeit finden rund 500 Schleusungen pro Jahr statt. Seit 1930 überwindet die Ernst-August-Schleuse den tideabhängigen Höhenunterschied zwischen dem Ernst-August-Kanal und der Elbe, be- und entwässert Abschnitte des Wilhelmsburger Kanalsystems und schützt das dahinterliegende Land vor Überflutung. Nutzer des Ernst-August-Kanals sind hauptsächlich Freizeit- und Sportschiffe sowie Baufahrzeuge und Pontons.



Hintergrund igs 2013: Nach vierzig Jahren richtet die Hansestadt Hamburg wieder eine internationale Gartenschau aus. Mitten im Herzen der Elbmetropole entstehen auf über 100 Hektar auf Europas größter Flussinsel Wilhelmsburg sieben attraktive Erlebniswelten. Unter dem in Anlehnung an Jules Vernes‘ fantastischen Roman entstandenen Motto „In 80 Gärten um die Welt“ nimmt die internationale gartenschau hamburg (igs 2013) vom 26. April bis 13. Oktober 2013 ihre Besucher mit auf eine abwechslungsreiche Weltreise durch die Klima- und Vegetationszonen dieser Erde. Und die igs 2013 erfüllt nicht nur Blütenträume: Der „Wilhelmsburger Inselpark“ wird für die ganze Familie auch zu einem Park mit viel Kultur und Mitmachaktionen, zum Sportvergnügen für Bewegungshungrige und zu einer ersten Adresse für Freunde der heimischen und internationalen Küche. Rund 2,5 Millionen Gäste werden erwartet.
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