Warum man in den USA viel freier ist als in Europa

Avatar von nansy nansy - 16.07.12 07:34 Der Ruf nach Blasphemiegesetzen? Beschneidungsverbot? Debatten, ob der Islam zur Gesellschaft gehört? In den USA wäre all das undenkbar und verboten. Dafür sorgt die Verfassung. mehr bei welt.de

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Kommentare: (15)

  • von phantadu - 16.07.12 09:34 Das ist ja wohl wieder der Hohn... die Welt. immer für lustige und falsche Überschriften bekannt. Hier habe ich lustige Gesetze. www.lustigestories.de Aber es gibt auch andere... die beispielsweise erlauben, jeden zu erschießen, der dein Grundstück betritt.

  • von nansy - 16.07.12 10:02 Die USA sind groß und unterschiedlich. Wie ich gelesen habe, hat die Puritanerhochburg USA z.B. das am wenigsten restriktive Rauchverbot weltweit. Von den 52 US-Bundesstaaten kennen gerade einmal 27 ein flächendeckendes Rauchverbot in Restaurants und Bars. Und selbst in diesen Staaten gibt es unzählige Ausnahmen für Bars, Spielcasinos, Vereine, Bingo-Hallen und Privatclubs.
    Bei uns bleiben oft nur die Gesundheitsfanatiker von New York unter ihrem neuen Heilsbringer Bloomberg im Gedächtnis haften.

  • von kivat - 16.07.12 11:58 Es gibt in den USA so kuriose Gesetze das ich mir an den Kopf fassen muss. Als Beispiel die Stadt Kennesaw. Hier ist man gesetzlich verpflichtet in seiner Wohnung eine Waffe zu haben. Das hat in meinen Augen nicht viel mit Freiheit zu tun, wenn ich eine Waffe im Haus haben muss.

  • von nansy - 16.07.12 14:01 @Kivat - das ist natürlich in Europa ganz anders

    In Italien kann ein Mann wenn er einen Rock trägt dafür verhaftet werden.

    Immobilienbesitz in Italien muss, wenn er umzäunt ist, muss der Zaum mindestens 1,80 Meter hoch sein. Ist er niedriger und man wohnt in einem ländlichen Gebiet wo man von
    Oktober bis Dezember die Jagd pflegt, darf jeder Jäger ohne Erlaubnis über den Zaun klettern und auf dem Grundstück jagen, da jedes Hindernis unter 1,80 Meter unter Umständen im Jagdeifer nicht auffallen könnte.
    Also Vorsicht vor jagdeifrigen Italienern auf dem Grundstück....

  • von nansy - 16.07.12 14:34 @ravenna - Die USA sind ein riesiges Land und haben genausoviel oder wenig "Doppelmoral" wie andere große Flächenländer auf dieser Erde. Da die Gesetzgebung von Bundesstaat zu Bundesstaat variiert, gehen Verallgemeinerungen eben nicht auf.
    Tatsache bleibt eben auch, dass von den 52 US-Bundesstaaten gerade einmal 27 ein flächendeckendes Rauchverbot in Restaurants und Bars kennen. Da hilft es auch nicht weiter, extreme Beispiele für Rauchverbote in einzelnen Städten oder Staaten (New York) zu zitieren, daraus wird dann immer noch kein generelles Verbot.
    Das immer noch gebräuchliche Märchen von der Milliardenschweren Raucherlobby in den USA ist überholt. Die Tabakindustrie darf spätestens seit MSA (Master Settlement Agreement 1998) und RICO unter Androhung schwerer Geldstrafen keine Meinungen zu Gesundheitsaspekten mehr äussern, ausser dass Rauchen und Passivrauch schädlich sind (solltest Du mal googlen). Die Folge davon ist, dass der Tabakindustrie seitdem das „Mikrofon" abgestellt worden ist. Außerdem muß sie mit ihren Einnahmen zum Teil die Anti-Raucherpropaganda der WHO mitfinanzieren - als Ergebnis dieser Prozesse.

  • von klugewitsch - 16.07.12 16:56 Das dieser Artikel eine Satire ist, ist hoffentlich klar?!

  • von nansy - 16.07.12 17:01 @klugewitsch - durchaus nicht. Das ist ernst gemeint und ist in weiten Teilen auch nachvollziehbar...

  • von phantadu - 17.07.12 15:03 Ich hielte solche Zahlungen für andere Industrien sogar für unbedingt notwendig. Allen voran die Atom- und Chemiekonzerne...

  • von nansy - 17.07.12 16:18 @ravenna - der Beginn Deines Postings hat mich schon amüsiert: so,so - meine Interessen liegen also eher im Bereich Stärkung der Raucherrechte? Raucher können heute froh sein, wenn sie in vielen Ländern in der EU überhaupt noch in der Öffentlichkeit geduldet werden. Stärkung der Raucherrechte als Ziel ist ungefähr so utopisch, wie Stärkung des Datenschutzes bei Facebook.

    Der "milliardenschwere Einfluß der Raucherlobby" funktioniert so nicht mehr. Die Gründe dafür habe ich ja benannt (MSA und RICO). An Stelle dieser Lobby hat die milliardenschwere Pharma-Lobby an Einfluss gewonnen. Auch dafür gibt es Zahlen!

    Es ist schon ein einmaliger Vorgang, daß ein Industriezweig der ein legales Produkt herstellt, die staatliche Propaganda gegen sich selbst mitbezahlen muß. Es macht die Sache nicht einleuchtender, wenn Du solche absurden Zahlungen auch für andere Industriezweige für richtig hältst (und hier geht es nicht etwa um Steuern). Wer und mit welcher Begründung soll etwa darüber entscheiden, ob der Produzent eines legalen Produktes die Anti-Werbung gegen sich selbst mitfinanzieren muß? Das gibt dann ein lustiges Einreichen von Ansprüchen je nach weltanschaulicher Einstellung (Alkohol, Rüstung, Zucker, Salz, Kraftfahrzeuge, Fleisch, Luxusgüter u.s.w.). Vielleicht kannst Du @phantadu noch ein paar Ideen dazu beitragen, mir fällt da aus Mangel an sozialromatischen Denken nichts mehr ein.
    Ganz abgesehen davon, dass so etwas von keinem Gericht mitgetragen würde, außer natürlich bei der Tabakindustrie, da gelten natürlich parareligiöse Grundsätze.

  • von phantadu - 17.07.12 16:37 Palmfett, Mais für Autosprit, Gifthersteller aller Art, Flugzeug- Autobauer, Energiesparlampenhersteller mit ihrem Quecksilber, Kleidungshersteller, die Kinder mit giftigen Chemikalien arbeiten lassen, damit wir billige und giftige Klamotten haben... Phanramindusrie, wo bald mehr Menschen an den Nebenwirkungen als an der ursprünglichen Krankheit leiden. Versicherungen, die uns bescheißen ohne Ende und aufgrund ihrer teuren Anwälte auch immer Prozesse gewinnen... undundund... BANKEN. Reicht dir das nansy?

  • von nansy - 17.07.12 17:11 Dachte ich´s mir doch, dass du jede Menge Strafexpeditionen auf Lager hast. Und andere haben bestimmt noch viel mehr Ideen - aber niemanden fällt irgendwie auf, dass es so wohl nicht gehen kann.....
    Hatte mir eigentlich vorgestellt, dass du dich mehr an dem Begriff "Sozialromantik" stören würdest, aber schon wieder daneben

  • von phantadu - 17.07.12 17:18 nansy, auch wenn ich hier meinen Senf zugebe, hab ich gerade andere Sorgen und bin nicht ganz so present... Aber in Sachen Sozialromantik darfst du dir gerne von mir sanft aber nachdrücklich auf deine Patschefingerchen hauen. Aua!

  • von nansy - 18.07.12 12:59 @ravenna - die Definition von "Sozialromantik" passt aber zu dem was du mir vorhältst nicht so gut. Aber egal, es ist anzunehmen, dass die Tabakindustrie in den USA ebenso wie andere Industriezweige Möglichkeiten hat, ihr Anliegen bei öffentlichen Institutionen zu vertreten. Der heute noch aus zweckdienlichen Gründen gemachte Vorwurf vom totalen Einfluss der Tabakindustrie auf die Politik auch unter zuhilfenahme von manipulierten Studien entspricht seit MSA und RICO nicht mehr der Wirklichkeit. Das war zwar bis vor fünfzehn Jahren so, ist aber heute Vergangenheit. Natürlich wird das auch heute noch von der Tabak-Kontrolle und ihren Helfern weidlich ausgeschlachtet, ganz nach den Strategievorgaben der dritten „Weltkonferenz Rauchen und Gesundheit", wo es unter anderem hieß: "Die Tabakindustrie sollte verteufelt werden (Demonize the tobacco industry)"
    Und siehe da, es funktioniert auch heute noch....

    Es ist ja sehr nett von dir, dass du von u. U. beleidigend wirkenden Äußerungen Abstand nimmst (wie du schreibst), aber ich bin schon bei Diskussionen über die Bemühungen der Alkoholprohibition, der Tabak-Kontrolle oder auch bei den Versuchen Übergewicht zu einem Problem der Unterschichten umzudeuten, des öfteren beleidigend angegangen worden. Man ist halt manchmal enttäuscht, wenn an den festgefügten Weltbildern gerüttelt wird.

    Meine Meinung zu diesen Themen ist ja bekannt: es gibt kaum etwas gefährlicheres als die Puritaner und Zwangsbeglücker dieser Welt und besonders ihre Erfüllungsgehilfen greifen nur zu gerne zu Halbwahrheiten und Lügen um ihre Sicht der Dinge durchzusetzen. Denn es macht alleine so gar keinen Spaß aus Angst Verzicht zu üben, wenn sich andere weiterhin dem Genuss hingeben...

  • von nansy - 18.07.12 13:51 @ravenna - Zur USA habe ich so etwas wie einen Haßliebe. Vieles bewundere ich, vieles ist nach unserer Auffassung fragwürdig bis bekämpfenswert (Guantanamo und co). Ich kann noch nicht einmal uneingeschränkt in die Klagen einfallen, Amerikaner seien oberflächlich. Die Amerikaner die ich im Ausland kennengelernt habe, waren hilfsbereit und freundlich und meistens war man befreundet.
    Und selbst die weitgehende Religionsfreiheit in den USA hat ihre Nachteile (scientology). Das geht leider so weit, dass amerikanische Auslandsvertretungen ihren Einfluss im Gastland für scientology benutzen. Es gibt halt nicht nur schwarz und weiß auf der Farbskala...

  • von phantadu - 18.07.12 19:57 Ich seh die USA nur noch mit Abscheu.

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