arox55 -
10.08.12 18:13
Bereits im vierten Jahr verteilt der "Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung" des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. die aktuell neu aufgelegte Broschüre mit dem Titel "Verantwortung von Anfang an! - Leitfaden für den Verzicht auf alkoholhaltige Getränke in Schwangerschaft und Stillzeit". Die Broschüre wird über die gynäkologischen Praxen parallel zum Mutterpass an schwangere Frauen abgegeben. mehr bei ratgeberzentrale.de
von phantadu -
11.08.12 09:20
Schwangersein ist grässlich. Jeder gafft dich an, Liegen kannste nicht, bei Schmerzen darfste nicht mal ein Aspirin nehmen, dein Körper verformt sich und saufen, rauchen, Kaffeetrinken sind tabu.... dann haste gruselige Schmerzen bei der Geburt, Dammschnitt und lebenslang einen Schreihals an der Backe, den du dir nicht im Katalog ausgesucht hast. Nein, wenn de Pech hast, ist der Balg ist wie der Großvater väterlicherseits ein Tyrann. Auf den Vater des schreienden Balges kannste dich als Frau nie verlassen. Zu viele werden sitzengelassen. Es ist fast ein Lottogewinn, wenn er sich auch mal um was kümmert und nicht nur den primitiven Mann mach und Frauen, die geboren haben, als Eimer beleidigt. Warum wir Frauen in einem bestimmten Alter so ausgeprägt hormonellen Kinderwunsch haben, ist eh klar. Denn wenn man das Kinderkriegen aus Frauensicht realiistisch sieht, gäbs uns alle nicht. Verbietet nur weiter...
von nansy -
11.08.12 11:46
Ich bin immer wieder erstaunt, wie meine Generation und die davor überhaupt überleben konnten. Unsere Mütter haben geraucht, in der Schwangerschaft mäßig Alkohol getrunken, wir sind ohne Helm mit dem Fahrrad durch die Gegend geflizt, durften sogar in jungen Jahren ab und zu einen mit Wasser gestreckten Wein trinken .... und haben dennoch überlebt! Man muß uns wohl die Anstalten und Krankenhäuser mit den tausenden siechen und verletzten Opfern dieses Lebenswandels erfolgreich verheimlicht haben.
Die Bewertung von möglichen Gefahren durch die Menschen selbst ist in Deutschland völlig aus dem Ruder gelaufen. Solche Beiträge wie dieser sorgen u.a. auch dafür...
Aber zum Thema zurück - was sich erst einmal vernünftig anhört ist Teil einer größeren Strategie. Das Thema Alkohol in der Schwangerschaft wird ebenso wie der Alkoholkonsum bei Jugendlichen als Einstieg in weitere Alkoholverbote benutzt - Problembewußtsein schaffen, damit weitere Einschränkungen beim Konsum auf weniger Widerstand stoßen.
Die Angstmacherei hat Methode, nicht umsonst lautet ein Leitspruch in den Papieren der Alkoholprävention: Es gibt keine sichere Untergrenze für den Genuß von Alkohol !
Natürlich gibt es für fast alles Untergrenzen, bevor eine Gefährdung angenommen werden kann - nur beim Alkohol offenbar nicht. Ziel dieser Aussage ist es ganz offensichtlich den Leuten Angst zu machen...
Dass hier gerade der "Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure" dieses Pamphlet verteilt hat auch einen nachvollziehbaren Grund: Nachdem der Druck der Volkserzieher immer mehr steigt, Alkohol zum Problem Nummer eins hochzureden, will man wohl den Druck etwas aus der Diskussion nehmen. Denn Forderungen nach Warnhinweisen auf Flaschen stehen ja schon längst auf der Agenda...
von nansy -
11.08.12 11:54
Und zum Beleg des Gesagten:
Aus dem Nationalen Aktionsprogramm zur Alkoholprävention (2008):
„…Eine der zentralen Botschaften massenmedialer Kampagnen sollte darin bestehen, die Gefährdung unbeteiligter Dritter durch das Rauschtrinken in das Blickfeld zu rücken. Die Risiken für Menschen im Umfeld insbesondere durch alkoholbedingte Unfälle und durch Gewaltdelikte sind ebenso wie die Schädigung des ungeborenen Lebens durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nachdrücklicher zu vermitteln. Im Bereich der Tabakprävention hat sich gezeigt, dass Hinweise auf die auch für Dritte schädlichen Konsequenzen des Substanzkonsums eine erhebliche Überzeugungskraft besitzen, wenn es darum geht, den Konsum einzuschränken oder in bestimmten Situationen ganz zu verhindern…“
von phantadu -
11.08.12 13:30
Früher hieß es, dass täglich ein Glas Sekt, Wein oder Bier in der Schwangerschaft nichts schade und sogar gut für den Kreislauf wäre, der doch oft labil ist. Heute flippen die Gesundheitsapostel schon aus, wenn de mit Bauch im Biergarten mal an einem Radler nippst. Früher durfteste in Schwangerschaft wenigstens noch Kaffee trinken und bekamst nicht wie heute automatisch ein psychisch gestörtes, hyperaktives Kinder, wie die heutigen Studien behaupten. Dass Schwangere Maß halten sollten, ist eh klar. Zudem rebelliert der schwangere Körper bei zuviel sowieso extrem heftig. Aber dass du heute als Schwangere echt gar nichts mehr darfst, und dir jeder Kluggescheißer in die Quere kommen darf, wenn dich eine Weinbrandbohne anlacht, ist schon megaabtörnend. Ich hab in den Schwangerschaften grundsätzlich das Rauchen aufgegeben. Das war wahrlich nicht leicht für mich. Aber hin und wieder brauchte ich mal eine, wenn ich zuviel Stress hatte. Aber wenn ich dann zittrig eine nahm, um mich zu beruhigen, wurde sie mir sogar von Rauchern aus der Hand gerissen, so dass ich sie dann wie ein Kind heimlich rauchen musste. Sogar Wildfremde haben ihren Senf abgegeben als sei ich durch Bauch geistig behindert. Ich fühlte mich so derart entmündigt in der Zeit, das kann sich keiner vorstellen.
Die Bewertung von möglichen Gefahren durch die Menschen selbst ist in Deutschland völlig aus dem Ruder gelaufen. Solche Beiträge wie dieser sorgen u.a. auch dafür...
Aber zum Thema zurück - was sich erst einmal vernünftig anhört ist Teil einer größeren Strategie. Das Thema Alkohol in der Schwangerschaft wird ebenso wie der Alkoholkonsum bei Jugendlichen als Einstieg in weitere Alkoholverbote benutzt - Problembewußtsein schaffen, damit weitere Einschränkungen beim Konsum auf weniger Widerstand stoßen.
Die Angstmacherei hat Methode, nicht umsonst lautet ein Leitspruch in den Papieren der Alkoholprävention: Es gibt keine sichere Untergrenze für den Genuß von Alkohol !
Natürlich gibt es für fast alles Untergrenzen, bevor eine Gefährdung angenommen werden kann - nur beim Alkohol offenbar nicht. Ziel dieser Aussage ist es ganz offensichtlich den Leuten Angst zu machen...
Dass hier gerade der "Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure" dieses Pamphlet verteilt hat auch einen nachvollziehbaren Grund: Nachdem der Druck der Volkserzieher immer mehr steigt, Alkohol zum Problem Nummer eins hochzureden, will man wohl den Druck etwas aus der Diskussion nehmen. Denn Forderungen nach Warnhinweisen auf Flaschen stehen ja schon längst auf der Agenda...
Aus dem Nationalen Aktionsprogramm zur Alkoholprävention (2008):
„…Eine der zentralen Botschaften massenmedialer Kampagnen sollte darin bestehen, die Gefährdung unbeteiligter Dritter durch das Rauschtrinken in das Blickfeld zu rücken. Die Risiken für Menschen im Umfeld insbesondere durch alkoholbedingte Unfälle und durch Gewaltdelikte sind ebenso wie die Schädigung des ungeborenen Lebens durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nachdrücklicher zu vermitteln. Im Bereich der Tabakprävention hat sich gezeigt, dass Hinweise auf die auch für Dritte schädlichen Konsequenzen des Substanzkonsums eine erhebliche Überzeugungskraft besitzen, wenn es darum geht, den Konsum einzuschränken oder in bestimmten Situationen ganz zu verhindern…“