9

  • von meinefinanzanlagen - 15.08.12 11:52 Heute ist die Energiewende ein riesiges Geschäft geworden! Das eigentliche Ziel ist völlig aus dem Augen verloren

  • von OlbersD - 15.08.12 13:04 In einer Marktwirtschaft versucht jeder möglichst hohe Gewinne zu machen. Dies ist einfach Fakt. Sich darüber aufzuregen ist scheinheilig, genauso wie die Leugnung dieser Tatsache. Aber eines ist richtig, die Windenergie bringt einen wesentlich höheren Energieertrag (gemessen in Kilowattstunden als der Anbau von Energiepflanzen). Mit dem Anbau von Energiepflanzen (Mais, Raps, ...) können wir nur einen kleinen Anteil unseren Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energie decken. Bereits heute wird ein beträchtlicher Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche dafür genutzt. Einen Großteil unseres Energiebedarfs aus erneubaren Energien zu decken kann nur gelingen, wenn deutlich mehr Windräder gebaut werden.

  • von geishaus - 15.08.12 20:48 Ein anderer Aspekt, der im Artikel nicht betrachtet wird, sind die an der Strombörse in Leipzig fallenden Strompreise aufgrund des hohen Angebots an Ökostrom. Dieser Effekt sollte eigentlich die Ökoumlage im Endpreis kompensieren. Ich zahle auch gerne diese Umlage, um zu sehen was es kostet. Leider gibt es keine Umlage für den Atomstrom, wären hier die Kosten für Endlagerung für eine Mio Jahren mit dabei und die mehreren 100 Mrd. Euro, die der Staat bereits an Subventionen gegeben hat, möchte ich gerne mal wissen, wie hoch diese Umlage pro kWh wäre.
    Im Artikel "Die Strompreise machen Angst und das sollen Sie auch" habe ich interessante Punkte zu beiden Themen gelesen.
    www.nachdenkseiten.de

  • von meinefinanzanlagen - 15.08.12 20:54 Alles richtig was Du sagst. Aber wir müssen einfach beachten, dass auch die Ökoindustrie in der Zwischenzeit eine starke Lobby ist und hat, um Geld zu verdienen.
    Und nicht alles Bio oder Öko Siegel vertritt ist tatsächlich gut oder gut umgesetzt.

  • von invest0r - 20.08.12 00:50 Interessant ist, dass die Preise für Endkunden trotz stetig sinkender Energiepreise permanent steigen. Hier wird auf breiter Front mobil gegen Ökostrom gemacht. Auch die Versuche weiterhin zentrale Lösungen wie die Windparks in der Nordsee oder in der Wüste zu erschaffen, spricht für die Konzerne. Eine dezentrale Lösung wäre klar gegen ihre Interessen.

  • von OlbersD - 20.08.12 09:53 @investür wo lebst du denn? Die Energiepreise, nicht nur Strom, steigen allgemein. Es ist in der Tat nicht so verwunderlich und eigentlich total normal, dass auch die Strompreise stiegen. Die Solarförderung wurde deutlich gekürzt und die Einspeisevergütung liegt heute deutlich unter dem Strompreis für den Verbraucher. Eigenverbrauch mit Batteriespeicher sind daher heute schon lukrativ.

  • von OlbersD - 20.08.12 09:59 Aber die Einspeisevergütung für Biomassekraftwerke liegt immer noch sehr hoch, obgleich das Potential dieser Energieform eher begrenzt ist. Wind und auch Photovoltaik haben einen weit geringeren (100-fach) Flächenverbrauch. Seltsam dass so viele über E10 schimpfen, obwohl E10 den Motor, allen Unkenrufen zum Trotz, nicht kaputt macht und die Biomassekraftwerke weit stärker subventioniert werden.

  • von OlbersD - 20.08.12 10:03 Was aber die PKW anbetrifft, so halte ich E10 für durchaus sinnvoll. Der große Vorteil ist, dass der weit überwiegende Teil der PKW mit Ottomotor (so gut wie alle) den Kraftstoff ohne Umrüstung vertragen. Wenn rasch der CO2-Ausstoß aus dem Verkehr nennenswer gesenkt werden soll, ist E10 der einzige Weg.

  • von OlbersD - 20.08.12 10:04 E10 senkt den Rohölverbrauch und wirkt daher preisdämpfend für den Spritpreis. Das sollten sich die Leute die ständig darüber schimpfen mal durch den Kopf gehen lassen.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 14:57 Hier sind einige Fehler!

    1. So wie die Autos in Deutschland eingestellt sind, geht der Verbrauch durch E10 nach oben die Ersparnis an "normalen" Treibstoff ist dadurch extrem klein!

    2. Die Produktion von Biotreibstoffen ist sehr schlecht für die Umwelt und Boden.

    3. Die Biotreibstoffe treiben die Preis für Nahrungsmittel weltweit in Höhe! Nahrung und auch Wasser in den Fängen von Energieinvestoren ist ein sehr gefährliches Unterfangen.

  • von OlbersD - 20.08.12 15:53 1.) Ethanol hat einen geringeren Brennwert als Benzin. Daher wird eine größere Menge in Litern reines Ethanol gebraucht als Benzin. Aber trotzdem, E10 spart annähernd 10 Prozent des Rohöls ein..

    2.) Die Produktion von Biotreibstoff ebenso gut oder schlecht für die Umwelt wie die Produktion von Nahrungsmitteln.

    3.) Vor allem senkt E10 den Rohölpreis. Die Ölförderung ist bestimmt nicht umweltverträglicher als die Produktion von Bioethanol.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 16:16 1. Kann ich nicht nachvollziehen, wenn ich E10 tanke geht mein Verbrauch um etwa 10% nach oben. Damit spare ich überhaupt nichts ein.
    Das liegt allerdings an der Motortechnik und Einstellung. Diese müsste an den Biosprit angepasst werden.
    Durch den Mehrverbrauch bei E10 wird also bei mir kaum normaler Sprit bzw. ROhöl eingespart.

    2. Nicht richtig. Durch Monokulturen die bei Raps und ähnliches entstehen, hat der Boden keine ordentliche Regeneration. Da gibt es viele Studien zu.

    3. Das mag sein, dass der Rohölpreis durch Biosprit tangiert wird, allerdings sind die Auswirkungen auf die Preise von Nahrungsmitteln viel größer! Und das ist das schlimmste überhaupt.

  • von OlbersD - 20.08.12 16:54 1.) Wenn dein Auto mit E10 wirklich 10 Prozent mehr braucht ist es kaputt. Der Verbrauch sollte (theoretisch) um etwa 1,5 Prozent steigen, was allerdings kaum wirklich messbar ist.

    2.) Wie die Pflanzen angebaut werden, hat eigentlich nichts unmittelbar damit zu tun, wofür sie genutzt werden.

    3.) Durch E10 wird mehr Mais und ähnliches angebaut, weil mehr abgesetzt werden kann. Der Zusammenhang, dass mehr Anbau zu Nahrungsmittelknappheit führt halte ich für eine zweifelhafte These.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 17:32 Dann sind wohl alle Autos kaput. 10% sind zwischen 0,5 und 0,8 Liter. Dies sind ganz locker drin. prüfe mal lieber Deinen Spritverbrauch. Bei mir mit zwei Autos ist Super am Ende preiswerter als E10. Deshalb tanke ich weiterhin Super.

    3.
    Ja, Ja der Bauer mehr an! Ja dann, frage ich mich wo der das Land hat, auf dem soviel mehr Angebaut werden kann.
    Aktuell sagt man, dass die Nahrungsmittelpreise (Wie Weizen und Mais) um etwa 30% höher sind, als ohne Biosprit. (Nicht nur das wenige deutsches E10!)

    Und 30% teures Weizen ist ja für viele nicht, 30% mehr Ausgaben! Ss bedeutet, 30% weniger Nahrung!

  • von OlbersD - 20.08.12 19:04 Also bei einem Verbrauch von 5-8 Litern pro hundert Kilometer sind 10 Prozent 0,5 bis 0,8 Liter mehr pro hundert Kilometer. Der Mehrverbrauch durch E10 beträgt aber nur ungefähr 1,5 Prozent (Zahl habe ich vom ADAC) also 0,075 bis 0,12 Liter mehr auf hundert Kilometer. Aber selbst Schwankungen über 10 Prozent je nach Fahrweise, Riefendruck, Zuladung, Straßenverhältnissen und Verkehrslage sind nicht ungewöhnlich. Daher kann das wirklich niemand so genau sagen wie viel mehr sein Auto durch E10 braucht. Ich denke aber die Zahl des ADAC wird schon stimmen, so Pi mal Daumen jedenfalls.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 19:06 Ich habe die Zahlen durch meine eigenen Aufzeichnungen!
    Tanke ich E10 geht mein Verbrauch um 10% nach oben!

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 19:06 Das Problem ist, die wenigsten wissen überhaupt, was ihr Auto verbraucht.

  • von OlbersD - 20.08.12 19:10 Zwei Prozent von 1,60 Euro sind ungefähr 3 Cent. E10 ist also tatsächlich minimal preiswerter als E5

    Hinweis die 1,5 Prozent bezieht sich auf den Unterschied zwischen 5 und 10 Prozent Vol% Ethanol.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 19:30 Ich kann nur nach meinen Erfahrungen zwischen Super Bezin (E5) und E10 berichten. Da habe ich tatsächlich etwa 10% mehrverbrauch. Also spürbar! Also beo 1,6 etwa zwischen 10 und 12 Cent. Für mich rechnet sich E10 nicht und deshalb benutze ich es nicht.

  • von OlbersD - 20.08.12 21:27 Zehn Prozent Unterschied im Verbrauch, bei nur fünf Prozent Unterschied beim Ethanolanteil, das kann eigentlich nicht stimmen.

  • von meinefinanzanlagen - 20.08.12 21:46 Ist aber so!
    Prüfe Deinen Verbrauch mal selbst! Das Problem ist, dass kaum jemand seinen Verbrauch kennt.